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Kreisgruppe Wolfsburg

Amphibienexkursion Barnbruchwiesen 17.04.2020

Bis auf unbestimmte Zeit können ja wegen Corona alle Exkursionen in diesem Jahr nicht stattfinden. Das ist nicht nur für die Exkursionsleiter ärgerlich, da sie sich ja viel Mühe für die Planung gemacht haben. Auch für die potentiellen Exkursionsteilnehmer ist es schade, da sie mitunter einiges verpassen. Aus diesem Grunde bieten wir als kleinen Ersatz  kurze Exkursionsberichte derjenigen Exkursionsleiter, die ihre Tour dann doch durchgeführt haben. Zumeist dann alleine oder – wenn zu Zweit- dann immer mit dem vorgeschriebenen Abstand von mind. 2 Metern.

Letztes Jahr fiel die Amphibienexkursion in den Barnbruchwiesen zwar nicht aus, aber aufgrund der Kälte (es war um 20:00 Uhr genau 1 Grad) kam nur ein Exkursionsteilnehmer. Diesen musste ich nach Hause schicken, weil wirklich rein gar nichts zu sehen und zu hören war.

Da aber das Wetter dieses Mal gut war, beschloss ich, alleine hinzufahren. Zur Dämmerung um 20:00 Uhr waren es 14 Grad und windstill. Um etwa 20:30 begannen die ersten Laubfrösche zu rufen. Eine weitere halben Stunde später war es vollständig dunkel und aus allen Richtungen hörte ich Laubfrösche rufen. Zählen unmöglich aber ich schätze mal es waren weit über 100 Tiere, die wirklich ununterbrochen über zwei Stunden alles aus ihren Schallblasen rausholten. Für mich war es eine magische Nacht, die man nur sehr selten erlebt.

Manfred Wenst


 

Vogelkundliche Wanderung um das paläon 25.04.2020

Auch diese Exkursion fand trotz Corona statt. Wir waren aber natürlich nur zu zweit und immer mit dem vorgeschriebenen Abstand.

Es war ein schöner Vormittag, nur Sonne und angenehme Temperatur. Und kaum waren wir angekommen, wurden wir vom Gesang einer Grauammer begrüßt. Gesang ist dabei wahrlich etwas übertrieben formuliert, handelt es sich doch eher um ein ziemlich eintöniges Gezwitscher, ähnlich einem Girlitz. Aber die Grauammer ist der eine Grund dieser Exkursion, da es landesweit nur noch ca. 50 Brutpaare gibt. Am Ende der Exkursion waren wir uns ziemlich sicher, dass es auf dem paläon-Gelände vermutlich 4 Reviere von der Grauammer gibt. Und wie schon im letzten Jahr erfreute uns die Anwesenheit des Steinschmätzers, der seit nunmehr 4 Jahren hier brütet. Sowohl die Grauammer als auch der Steinschmätzer sind landesweit vom Aussterben bedroht. Und was haben wir noch gesehen bzw. gehört?:

  • Schwarzkehlchen
  • Feldlerche
  • Star
  • Stieglitz
  • Goldammer
  • Klappergrasmücke
  • Dorngrasmücke
  • Aaskrähe
  • Mäusebussard
  • Graugänse
  • Rauchschwalbe
  • Kuckuck
  • vermutlich einen Bruchwasserläufer im Durchzug

Viele Zugvögel waren aber aufgrund des scharfen Nordostwindes in den letzten Wochen noch gar nicht da.

Und dann konnten wir als weiteren Höhepunkt zahllose Larven der Wechselkröte bei ihrer Lieblingsbeschäftigung zusehen, dem abraspeln der Moos bedeckten Kieselsteine.

Manfred Wenst und Eike Bovensmann

Hier findest Du ein kurzes Video der Exkursion (klick).

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