Kreisgruppe Wolfsburg

Stationen Grünes Klassenzimmer Kerksiek

Übersicht über die Stationen

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Infotafeln der 29 Stationen des Heckenpfades. Für weitere Informationen zu den Stationen klicken Sie auf die Infotafeln.

Station1: Vogelnahrung Eberesche

Die Eberesche schmückt im Frühjahr und Sommer Gärten, Straßen, Parks, Feld und Flur durch ihre 15 cm breiten Blütendolden, die im Juni/Juli zu rot-orangenfarbenen, weithin sichtbaren Früchtedolden heranreifen.

 

Die Eberesche wächst als kleiner Baum oder Strauch in Hecken und Gebüschen. Sie ist anspruchslos, alle Böden sind gut für sie, und sie ist über ganz Europa verbreitet. Sie samt sich durch Vögel aus. Die weißen Blüten sind von Mai bis Juni eine echte Bienenweide. Ihre Dolde bietet 72 Insekten- und 41 Schmetterlingsarten Nahrung. Von ihr leben auch 12 Rüsselkäferarten.

Die vitaminreichen Früchte werden von 63 Vogelarten gefressen. Dachs und Rotfuchs verstauen die Beeren als Wintervorrat. Als wichtige Futterpflanze für Tiere, aber auch zur Freude des Gartenbesitzers empfiehlt es sich, beim Anlegen eines Gartens immer eine Eberesche zu pflanzen.

Station 2: Frühblüher Schwarzdorn

Wer im Frühjahr durch eine Heckenlandschaft geht, kann sich an einem weißen Blütenmeer erfreuen. Der Schwarzdorn ist übersät von Tausenden kleiner weißer Blüten, die vor den Laubblättern erscheinen, sodass die Büsche vollkommen weiß wirken.

Dadurch unterscheidet sich der Schwarzdorn auch vom Weißdorn, dessen weiße Blüten erst nach den Laubblättern erblühen und der deswegen in der Hecke grün-weiß erscheint.

Die Blüten des Schwarzdorns entfalten sich im März. Sie bieten den aus der Winterstarre erwachenden Insekten ein reichhaltiges Nahrungsangebot. Etwa 20 Wildbienenarten finden hier zuckerhaltigen Nektar und proteinreichen Pollen. Auch bei Hummeln und Schwebfliegen sind die Blüten des Schwarzdorns beliebt.

Schmetterlinge, die als Falter überwintern, wie der Zitronenfalter und der Kleine Fuchs, können sich nach dem Erwachen im Frühjahr an dem Nektar der Schlehenblüten stärken. Ebenso die Falter des Landkärtchens, die als Puppe überwintern und früh im Jahr schlüpfen.

Station 3: Blattfrottagen

Die Informationstafel beschreibt, wie man eine Blattfrottage anfertigt. Dazu benötigt man ein Blatt Papier. Recyclingpapier ist weicher und daher etwas geeigneter als normales Papier. Wichtig ist vor allem Wachsmalkreide, die man in Schreibwarengeschäften erhält. Dabei sind die vierkantigen Wachsmalblöcke geeigneter als die runden Wachsmalkreiden.

Die Informationstafel steht vor einem großen Weißdornbusch und zeigt Rubbelbilder von Weißdornblättern. Das Weißdornblatt eignet sich wegen seiner geringen Größe und der Härte des Blattes besonders gut für eine Blatt-Frottage. Wenn man das Weißdornblatt auf diese Weise kennengelernt hat, kann man sich mit weiteren Frottagen eine kleine Heckenstrauch-Bildersammlung anlegen.

Für angemeldete Gruppen bringen wir geeignetes Papier, Wachsmalblöcke in verschiedenen Farben mit und zeigen auf den Tischen des „Grünen Klassenzimmers“, wie es geht.

Kontakt: Naturschutzzentrum Tel. 05361-23529

Station 4: Nahrhafter Schwarzdorn

Die Schlehe ist die Stammform der heutigen Kulturformen von Pflaumen und Zwetschgen. Sie wird auch Schwarzdorn genannt, da die Rinde dunkler (fast schwarz) ist als die des Weißdorns. Ein weißes üppiges Blütenmeer erscheint bereits im März. Unzählige Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer finden hier genügend Nektar und Pollen. Die Blätter werden gern von Schmetterlingsraupen gefressen.

Durch die vielen Dornen finden auch hier die Vögel ein sicheres Versteck für ihren Nistplatz.Die Dornen haben auch noch eine andere Funktion. Der Vogel Neuntöter nutzt sie, um erbeutete Insekten als Vorrat darauf aufzuspießen. Im Herbst zeigen sich die schwarzblauen Schlehenfrüchte, die durch die enthaltenen Gerbstoffe einen pelzigen Geschmack haben. Erst nach dem Frost schmecken die Früchte milder.

Der Mensch nutzte früher das Reisig in Gradierwerken und im Mittelalter wurde aus der Rinde Tinte gewonnen. Lassen wir einige Früchte am Strauch, dann haben die Vögel ein wenig Nahrung mehr für den Winter.

Station 5: Heckenvögel

Im Schutz der Dornsträucher Weißdorn und vor allem Schwarzdorn bauen manche Vögel mit Vorliebe ihre Nester. Dort sind diese vor den Nesträubern Elster und Rabenkrähe sicher, da diese großen Vögel sich nicht wie die kleinen Singvögel zwischen den Dornenzweigen in das Innere der Hecke hindurchwinden können. Im Innern „unserer“ Schwarzdornhecke hinter dem Informationsschild kann man einige alte, z.T. halb zerfallene Nester  entdecken.

Der Stieglitz oder Distelfink mit seinem kräftigen, dicken Schnabel ist ein sogenannter Körnerfresser. Genauso wie andere Finkenvögel, z.B. der Grünfink, hat er einen kegelförmigen Schnabel, der geeignet ist, Getreidekörner von einem benachbarten Getreidefeld, Gräser-Samen und Distel-Samen zu zerquetschen. Es sind also Vegetarier. Da man im Winter bei uns auch noch Samen und Körner finden kann, bleiben sie im Winter hier, sind sogenannte  „Standvögel“.

Bei der Mönchsgrasmücke hat das Männchen eine schwarze, das Weibchen eine braune Kopfplatte. Wie alle anderen Grasmücken haben sie spitze, dünne Schnäbel. Es sind Insektenfresser, die mit ihren spitzen Schnäbeln Spinnen, Insekten und ihre Larven gut aufpicken können. Da man im Winter in unserer Klimazone i.d.R. Insekten nur mit einem kräftigen Spechtschnabel aus der Rinde von Bäumen heraushacken kann, wozu ihr dünner Schnabel nicht geeignet ist, fliegen sie im Herbst in wärmere Erdgegenden: Es sind „Zugvögel“, die das Winterhalbjahr in Südeuropa oder Nordafrika verbringen, wo man in dieser Jahreszeit noch Insekten finden kann.

Für angemeldete Gruppen bringen wir zum Thema „Heckenvögel“ Naturpräparate mit:

Zur Mönchsgrasmücke weitere Insektenfresser wie  Nachtigall, Heckenbraunelle oder Rotkehlchen.

Zum Stieglitz andere  Körnerfresser wie  Grünfink und Kernbeißer.

Am Beispiel der Heckenvögel Stieglitz, Mönchsgrasmücke und Rebhuhn erfahren die Teilnehmer, was eine „ökologische Nische“ ist.

Kontakt: Naturschutzzentrum Tel. 05361-23529

Station 6: Nahrhafte Johannisbeere

Die Johannisbeeren wachsen an einem kleinen Busch. Die Wildformen haben rote und schwarze Beeren und wachsen in lichten Wäldern und auf Waldlichtungen. Die Kultursorten kann man meistens als Busch und seltener als Hochstämmchen erwerben.

Es wurden zusätzlich Beeren in weiß und rot-weiß gestreift gezüchtet. Ältere Triebe sollten bei den Kultursorten entfernt werden. Durch Stecklinge kann man den Busch leicht vermehren. Die Blütezeit beginnt im Mai und geerntet werden kann dann ab Juli. Viele Wildbienen mögen die Johannisbeereblüten als Nektarquelle.

Siehe auch:

www.kuechengarten.net

www.wildbienen.info

Station 7: Schnecken

Schnecken als Heckenbewohner kommen bei Regenwetter und Feuchte heraus und ziehen sich bei Trockenheit und Sonneneinstrahlung in den Schatten und die feuchtere Luft der Hecke zurück. Bei oder nach Regen kann man auf dem benachbarten asphaltierten Weg häufig Gehäuse- und Nacktschnecken sehen. Bei den Schnirkelschnecken (= Bänderschnecken) gibt es verschiedene Farbtöne von gelb bis blassrosa. Auffällig ist, dass manche ganz ohne dunkle Streifen vorkommen, während andere der gleichen Art (!) wenige  breite oder mehrere schmale Streifen aufweisen. Unsere beiden heimischen Arten weisen also ein vielfältiges Erscheinungsbild auf.

Das Informationsschild erläutert das Unterscheidungsmerkmal zwischen der geringfügig kleineren Gartenschnirkelschnecke und der etwas größeren Hainschnirkelschnecke. Hier in unserer Hecke dominiert die Gartenschnirkelschnecke mit dem weißen „Mundrand“. Bei alten Schneckenhäusern, die man unter der Hecke finden kann, ist die  Farbe oft völlig ausgebleicht, so dass leere, alte Schneckenhäuser häufig weiß sind.

Die Schnirkelschnecken haben wie die großen Weinbergschnecken zwei paar Fühler, zwei kleine zum Tasten und zwei längere mit einem schwarzen Punkt  vorn zum Sehen.

Es sind reine Pflanzenfresser, die mit einer Reibeplatte  grüne Blattteile abraspeln.

Für angemeldete Gruppen bringen wir zum Thema  „Schnecken“ lebende Tiere mit und führen zusammen mit den Teilnehmern „Experimente mit Schnecken“ durch: Schnecken balancieren über einen Strohhalm oder laufen über ein Sandpapier. Man kann die Wellenbewegung ihrer Fußsohle durch eine Glasscheibe betrachten und ein Schneckenwettrennen durchführen.

Kontakt: Naturschutzzentrum Tel. 05361-23529

Station 8: Vogelnahrung Hartriegel

Der rote Hartriegel wächst langsam bis zu vier Metern hoch mit Vorliebe an einem Fließgewässer oder im Schatten höherer Gewächse. Das langsame Wachstum führt dazu, dass sein Holz äußerst hart ist und daher zu Drechselarbeiten geeignet ist.

Der Strauch blüht von Mai bis Mitte Juni weiß in lockeren Dolden von ca. 6 cm Durchmesser. Sie sind für acht Wildbienenarten als Pollenspender wichtig. Das Blatt des Hartriegels zeichnet sich durch seine kräftige Äderung und die herbstliche Rotfärbung aus. Die Zweige sind auf der der Sonne zugewandten Seite rot. Dadurch ist der Busch unverwechselbar.

Die anfangs roten, bitterschmeckenden Früchte färben sich im Herbst schwarz und sind  Nahrung für 24 Vogelarten. Während Rinde und Wurzel das Gift Cornin enthalten, sind die Früchte nicht giftig. Sie werden auch von Säugetieren gefressen. Die harten Samen werden wieder ausgeschieden, wodurch sich der Strauch verbreitet.

Station 9: Tierspuren

Bei Schnee kann man hier die Spuren von Tieren finden, die sich gern entlang der Hecke bewegen, weil sie ihnen bei Gefahr Schutz bietet: Das sind die Pflanzenfresser Hase, Kaninchen, Maus und Fasan. Das Raubtier Fuchs orientiert sich auch gern an Hecken. Es sucht dort nach seinen Beutetieren. Auf der Informationstafel sind fünf Spuren (a- e) abgebildet. Sie gehören zu folgenden Tieren:

Spur a gehört zu 3/Maus.

Spur b gehört zu 4/Fuchs.

Spur c gehört zu 1/Kaninchen.

Spur d gehört zu 5/Fasan.

Spur e gehört zu 2/Hase.

Das Kaninchen ist ein Höhlenbewohner und bleibt meist in der Nähe seiner Höhlen. Diese legt es gern unter Sträuchern an, weil diese ihm Schutz vor Greifvögeln geben. Der Hase hat keine Höhle, sondern nur eine Kuhle im hohen Gras, in die er sich duckt, eine sogenannte „Sasse“. Eine Sasse am Rand einer Hecke gibt ihm von der Heckenseite Schutz.

Die schlecht fliegenden Bodenvögel aus der Familie der  Hühnervögel, Rebhuhn und Fasan, brüten häufig im Schutz der Hecken und bewegen sich entlang einer Hecke,  in die sie sich bei Gefahr zurückziehen können. Diese Pflanzen- und Körnerfresser finden ihre Nahrung meist nicht unter der Hecke, weil dort aus Lichtmangel kaum Pflanzen wachsen. Sie suchen ihre Nahrung, Gräser, Kräuter und Samen, auf benachbarten Getreidefeldern und vor allem im Gras- und Staudensaum entlang der Hecke.

Die hier vorkommenden Tiere wird man nur selten  zu Gesicht bekommen. Deshalb bringen wir für angemeldete Gruppen Naturpräparate dieser fünf Tierarten mit und stellen sie mit Geschichten vor. Im großen Sandkasten legen wir die Spuren von Hase, Kaninchen oder Fasan an. Von diesen Spuren können die Teilnehmer unter  Anleitung Gipsabgüsse anfertigen.

Kontakt: Naturschutzzentrum Tel. 05361-23529

Station 10: Nahrhafte Heckenrose

Es gibt ca. 40 verschiedene Wildrosenarten. Von ihnen stammen ca. 12.000 Kulturformen ab. In der Größe variieren die Wildrosen vom kleinen Busch (Kriechende Bibernellrose) bis zum 3 bis 4 m hohen Dickicht durch intensive Ausläuferbildung (Hundsrose). Die Blütezeit ist vom Mai bis Juni. Die Rosenblätter sind ein sehr begehrtes Futter für Kleinschmetterlingsarten.

Die Hagebutten werden im September bis Oktober reif. Sie enthalten 20-mal mehr Vitamin C als eine vergleichbare Menge an Zitronen. Der Fuchs und Marder, aber auch viele Vögel, verspeisen die Hagebutten als Herbst- und Winternahrung.

Funde belegen, dass schon in der Jungsteinzeit der Mensch um die Schönheit und Nützlichkeit der Wildrosen wusste. Die Wildrosen bestechen durch ihre Schönheit, den ökologischen Nutzen und die kulinarischen Aspekte. Wie wäre es, wenn auch bei Ihnen in der Nähe rosige Zeiten anbrechen würden?

Siehe auch:

www.kraeuterwissen.ch

Station 11: Drosselschmiede

Manchmal findet man auf einem Stein einen Haufen zerbrochener Schneckenhäuser. Dabei handelt es sich meistens um Schalen der kleinen gelben Schnirkelschnecken. Die Singdrossel – manchmal auch die Amsel = Schwarzdrossel- trägt sie mit ihrem Schnabel zu einem Stein oder zum asphaltierten Weg, um sie auf diesem harten Untergrund mit dem Schnabel aufzuschlagen und dann die Schnecke verzehren zu können. Im Gras gelingt ihr das Zerschlagen meistens nicht. Deshalb trägt sie die Schnecke zu einem Stein. Unser Findling ist eine solche „Drosselschmiede“. Hat sie die Schnecke gefressen, bleiben nur die zerbrochenen Schneckenhäuser übrig.

Viele Besucher werden auf dem Findling keine Schneckenhäuser finden, da sie möglicherweise von Kindern mitgenommen oder vom Wind heruntergeweht wurden. Deshalb lohnt es sich manchmal, am Fuß des Findlings im Gras nach Schneckenhäusern zu suchen. Für angemeldete Gruppen legen wir von anderen Drosselschmieden gesammelte Schneckenhäuser aus.

Die anderen auf der Informationstafel abgebildeten Tiere leben zwar auch in der Hecke, kommen aber als „Täter“ nicht in Frage:

-Der Igel frisst auch Gehäuseschnecken, sogar die großen Weinbergschnecken. Er zerbeißt das Schneckenhaus dort, wo er der  Schnecke begegnet. Er trägt die Schnecke nicht zu einem Stein. Außerdem kann er nicht auf den Findling klettern.

-Wiesel (= Hermelin) und Mauswiesel gehören zur Familie der Marder. Es sind Raubtiere, die sich auf den Fang und Verzehr von Mäusen spezialisiert haben. Sie verlassen die Hecke bei ihren Beutezügen, kommen aber bei Gefahr, vor allem durch Greifvögel in den Schutz der Hecke zurück.

Unsere Grafik zeigt, wie weit sich die Heckentiere bei ihrer Nahrungssuche von der Hecke entfernen.

Für angemeldete Gruppen bringen wir folgende Naturpräparate mit:

-Mauswiesel,   großes Wiesel (Hermelin),   Igel,   Amsel,   Singdrossel und

zerschlagene Schneckenhäuser von einer „Drosselschmiede“; dazu eine Fantasiereise und Geschichten von Heckentieren.

Kontakt: Naturschutzzentrum Tel. 05361-23529

Station 12: Wer fliegt denn da?

Wer mit aufmerksamem Blick an einer Hecke entlang geht, der kann viele Spuren von Tieren entdecken. Mit etwas Glück findet man z.B. Federn von Vögeln, die in oder an der Hecke leben.

Große Vögel, die sich gerne in Heckenlandschaften aufhalten, sind z.B. die Elster, der Fasan und die Rabenkrähe. Auf der Informationstafel sind die Federn dieser drei Vogelarten abgebildet.

 

Richtig zugeordnet werden sie so:

Die reinschwarze Feder a gehört zur Rabenkrähe (3)

Die braunschwarz gestreifte Feder b gehört zum Fasan (2)

Die schwarzweiße Feder c gehört zur Elster (1)

Die Rabenvögel Elster und Rabenkrähe finden in Heckenlandschaften reichlich Insekten und deren Larven, Spinnen, kleine Wirbeltiere, Jungvögel und Eier kleinerer Singvögel. Der zu den Hühnervögeln gehörende Fasan brütet häufig im Schutz von Hecken. Mit seinen Jungen bewegt er sich entlang der Hecke, in die sie sich bei Gefahr zurückziehen können. Die Altvögel finden im Saum der Hecke vor allem Sämereien und andere pflanzliche Kost, die Jungvögel ernähren sich anfangs überwiegend von Insekten.

 

Was Federn uns noch verraten

Nicht nur die Vogelart lässt sich anhand einer Feder bestimmen. Da die Federn im Gefieder eines Vogels sehr unterschiedlich aussehen, kann man auch erkennen, wo am Körper des Vogels sie gesessen hat.

Elster: Die abgebildete Feder der Elster stammt aus dem Flügel. Man nennt die Federn der Flügel auch Schwungfedern. Die Schwungfedern, die an der Basis des Flügels (am Armknochen) sitzen, nennt man Armschwingen.Die Schwungfedern, die an der Flügelspitze (am Handknochen) sitzen, nennt man Handschwingen. Die abgebildete Feder ist eine Handschwinge. Nur sie enthalten bei der Elster im Gegensatz zu den rein schwarzen Armschwingen einen Weißanteil.

Rabenkrähe: Auch die Feder der Rabenkrähe ist eine Schwungfeder aus dem Flügel. Es handelt sich um eine außen gelegene Handschwinge. Diese sind bei der Rabenkrähe im oberen Bereich stark verjüngt. Dadurch ist der ausgebreitete Flügel der Rabenkrähe aufgefingert.

Fasan: Die Feder des Fasans stammt aus dem Schwanz, man nennt die Schwanzfedern der Vögel auch Steuerfedern. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie relativ gerade sind. Beim Fasanen-Männchen sind die Schwanzfedern doppelt so lang wie beim Weibchen. Das auffällige Gefieder der Männchen spielt beim Fasan wie auch bei vielen anderen Vogelarten eine wichtige Rolle bei der Partnerwahl durch die Weibchen.

Wer flog denn da? Für angemeldete Gruppen bringen wir Naturpräparate von Rabenkrähe, Elster und Fasan und eine Auswahl an Federn mit. Die Federn können von den Teilnehmern den Vogelarten zugeordnet werden.

Kontakt: Naturschutzzentrum Tel. 05361-23529

Station 13: Malen mit Blumen

Von Juni - August findet man hier verschiedene Blumen, mit deren zerdrückten Blüten man etwas Farbe aufs Papier bekommt.

Die dafür geeigneten Blumen wechseln von Monat zu Monat. Viele Blumen sind auch ungeeignet.

Mit Holunderblättern bekommt man immer ein gutes Grün. Mit verschiedenen Blüten kann man gelbe, violette, rotbraune Farbtöne erhalten.

Aus zerstoßener Holzkohle mit Tapetenleim vermengt erhält man eine schwarze  Farbe und einige Gesteine kann man in einem Mörser zu rotbraunem Farbpulver zerstoßen.

Für angemeldete Gruppen bringen wir geeignetes Papier, Malerpaletten (s.u.), Pflanzenbestimmungsbücher, Sammelschalen, Seil mit Wäscheklammern für eine „Ausstellung“, und bei Bedarf Hämmer, Mörser, Holzkohle, Steine  und Tapetenleim für die Herstellung von Erdfarben mit. Auf der Veranstaltung kann man auch einige Blumen kennen lernen.

Kontakt: Naturschutzzentrum Tel. 05361-23529

Station 14: Kinderstube Insekten Liguster

Der Liguster ist uns allen wohlbekannt. Er wird in unseren Gärten gerne als Heckenstrauch verwendet. Er wächst dicht, behält lange sein grünes Laub und lässt sich gut schneiden.

In der Heckenlandschaft kann dieser Strauch ungestutzt eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen. Im Sommer erfreut uns der Strauch mit länglichen weißen Blütenrispen, die allerdings einen strengen Geruch verströmen. Die Insekten freut es, sie kommen in Scharen. Vor allem viele Wildbienenarten und zahlreiche Schmetterlinge laben sich am Nektar. Viele Nachtschmetterlinge nutzen den Liguster als Kinderstube für ihre Raupen, so auch der große Ligusterschwärmer, der seinen Namen von dem Strauch erhielt. Er gehört mit seinem spindelförmigen Körper und den schnittigen Flügeln zu den schnellsten Fliegern in der Insektenwelt.

Im Herbst trägt der Liguster schwarze Beeren, deren Saft intensiv färbt, und in früheren Zeiten auch als Farbstoff zur Gewinnung von Tinte bzw. Malfarben, Farbe für Textilien (Wolle), und zum Färben von Wein verwendet wurde. Nach dem ersten Frost färbt der Saft der Beeren Wolle intensiv blau, während  Laub, Rinde und Holz einen Gelbton abgeben. Das Holz des Ligusters fand Verwendung für Drechselarbeiten, für Holznägel bei Schumacherarbeiten, sowie als Rebstange im Weinbau.

Viele Teile des Strauches sind giftig für Mensch und Tier; allerdings werden die Beeren im Spätwinter von Vögeln und kleinen Nagetieren verzehrt.

Station 15: Falkenstation

Der zu den Greifvögeln gehörende Turmfalke ist in der Heckenlandschaft am Kerksiek häufiger zu beobachten. Mit seinem charakteristischen „Rüttelflug“ kann er nahezu auf der Stelle fliegen und von dort aus seine Beute am Boden ausspähen. Im Sturzflug stößt er dann blitzschnell herunter, um z.B. eine Maus zu erbeuten.

Der Turmfalke kann eine Maus aus einer Entfernung von mehreren Hundert Metern erkennen. Auf der Informationstafel ist beschrieben, wie man hier selber in die Rolle des Falken schlüpfen kann. In Richtung Westen, zur Häuserreihe hin, ist in einer Entfernung von 80 Metern die lebensgroße Abbildung einer Maus aufgestellt. Der Turmfalke kann sie ohne Schwierigkeiten erkennen. Doch in welcher Entfernung kann unser menschliches Auge die Maus wahrnehmen? Finden Sie es heraus, indem Sie die Strecke bis zur Maus ablaufen. Wer sieht die Beute zuerst?

Übrigens: Turmfalken können auch die für uns unsichtbare UV-Strahlung sehen. Das ist hilfreich, weil der Urin von Mäusen UV-Licht reflektiert. So kann der Turmfalke beim Überfliegen einer Landschaft sehen, ob es viele Mäuse gibt und wo sie sich aufhalten.

Weitere Informationen über den Turmfalken: Der Turmfalke benötigt offene Flächen, um Mäuse und andere Beutetiere erjagen zu können. Neben der „Rütteljagd“ aus der Luft kann man beim Turmfalken auch die Jagd von einer Warte aus beobachten (Ansitzjagd), für die er geeignete Strukturen wie z.B. Bäume oder Hecken benötigt. Der Name Turmfalke weist daraufhin, dass die Tiere in Siedlungsnähe gerne in hoch gelegenen Bereichen von Gebäuden nisten, z.B.in Kirchtürmen.

Mausejagd nach Falkenart: Für angemeldete Gruppen bereiten wir die Station „Falkenauge“ vor. Eine 140 m lange Strecke wird in 10-Meter- Schritten mit Entfernungsangaben versehen, am Ende der Strecke wird die Abbildung einer Maus aufgestellt. Hier kann man selber Falke spielen und sich eine Vorstellung vom beeindruckenden Sehvermögen der Greifvögel machen.

Kontakt: Naturschutzzentrum Tel. 05361-23529

Station 16: Apotheke Weißdorn

Der Weißdorn wurde schon im ersten Jahrhundert n.Chr. von Dioskurides als Arzneipflanze erwähnt. Auch in der traditionellen chinesischen Medizin und bei den Ureinwohnern Nordamerikas war die kräftigende Wirkung des Weißdorns bekannt.

Weißdorn ist ein „Allrounder“ unter den pflanzlichen Herz- und Kreislaufmitteln. Seine vielfältigen positiven Wirkungen auf das Herz machen ihn zu einem stärkenden, leistungssteigernden Mittel, das kaum unerwünschte Nebenwirkungen aufweist.

Durch Weißdornextrakte wird die Kontraktionskraft des Herzens gesteigert, die Durchblutung des Herzmuskels angeregt und dadurch seine Sauerstoffversorgung verbessert. Weißdorn wird daher zur Behandlung oder Begleitbehandlung von Herzschwäche empfohlen. Das Allgemeinbefinden  verbessert sich, Atembeschwerden bei Belastung und die Neigung zu Ödemen werden gelindert und die allgemeine Leistungsfähigkeit nimmt zu.

Darüber hinaus hat Weißdorn einen regulierenden Effekt auf den Blutdruck. Er macht das Herz unempfindlicher gegen die Einwirkung von Stresshormonen, so dass nervösen Herzbeschwerden wie z.B. Herzrasen vorgebeugt werden kann.

Die wirksamen Bestandteile des Weißdornextraktes sind Oligomere Procyanodine (OPC) und Flavonoide. Die Wirkungsweise der einzelnen Bestandteile ist noch nicht vollständig geklärt, die Wirksamkeit konnte aber durch zahlreiche Studien belegt werden.

Die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt Weißdorn bei nachlassender Leistung des Herzens, nervösen Herzbeschwerden und zur Unterstützung der Herzkreislauffunktion.

Station 17: Apotheke Salweide

Die Salweide ist eine der ältesten Heilpflanzen Europas. Schon in der Antike war bekannt, dass Weidenrinde  eine schmerzstillende, fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung hat. Sie spielte seither eine wichtige Rolle in der Volksmedizin.

Der Wirkstoff Salicin und die Geschichte des Aspirins

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde erstmals ein Wirkstoff aus dem Weidenrindenextrakt isoliert: Das Salicin. Der Name ist abgeleitet vom wissenschaftlichen Gattungsnamen der Weide, Salix. Salicin wird im Körper in Salicylsäure umgewandelt.  Ende des 19. Jahrhunderts gelang die Herstellung von Salicylsäure aus dem Salicin, und im Jahr 1897 die Herstellung von Acetylsalicylsäure (ASS). ASS ist der Wirkstoff des Aspirins und anderer Schmerzmittel. Inzwischen ist ASS seit über 100 Jahren weltweit in Gebrauch.

Der wichtigste Wirkstoff im Weidenrindenextrakt ist das Salicin, welches das Vorbild war für heute gebräuchliche Schmerzmittel, z.B. das Aspirin. Neuere Studien zeigen jedoch, dass auch noch weitere im Weidenrindenextrakt enthaltene Stoffe maßgeblich an der Wirksamkeit beteiligt sind. Es handelt sich bei der Weidenrinde also um ein Wirkstoffgemisch, wobei die Rolle der verschiedenen Komponenten noch nicht abschließend geklärt ist.

Unterschiede zwischen Weidenrinde und ASS (Acetylsalicylsäure):

Weidenrinde ist magenschonender

Bei Einnahme von Weidenrindenextrakten wird der schleimhautreizende Wirkstoff Salicylsäure erst nach Aufnahme aus dem Darm im Körper gebildet. Weidenrindenextrakte haben daher nachweislich eine geringere Reizung der Magenschleimhaut zur Folge als ASS.

Weidenrinde wirkt langsamer, aber langanhaltender

Da die wirksamen Substanzen aus der Weidenrinde erst im Körper umgewandelt werden müssen, setzt die Wirkung beim Weidenrindenextrakt erst später ein als beim ASS. Die Wirkung ist bei der Weidenrinde aber langanhaltender. Daher sind Weidenrindenzubereitungen eher für die Behandlung chronischer Schmerzen geeignet.

Weidenrinde wirkt nicht blutverdünnend

Anders als ASS wirkt Weidenrindenextrakt nicht blutverdünnend, Weidenrinde ist also nicht zur vorbeugenden Behandlung  von Schlaganfall und Herzinfarkt geeignet.

Die Wirksamkeit der Weidenrinde ist durch Studien gut belegt. Die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt Weidenrindenextrakte zur Behandlung fieberhafter Erkrankungen, bei rheumatischen Beschwerden und bei Kopfschmerzen.

Station 18: Vogelnahrung Hagebutte

Hagebutten: Beliebte Nahrung der Vögel

Schauen Sie sich unsere Infografik an. Weitere Informationen auf dieser Seite bieten wir Ihnen in Kürze.

Station 19: Frühblüher Salweide

Anfang März erscheinen als Vorboten des Frühlings die samtig grauen Kätzchen an den Salweiden. Schon bald werden an den männlichen Weidenkätzchen viele gelbe Staubblätter sichtbar, bei den weiblichen Weidenkätzchen erkennt man die grüngefärbten Stempel.

Zweihäusige Salweide

Bei der Salweide kommen auf einer Pflanze entweder nur männliche Kätzchen vor oder nur weibliche. Man nennt diese Verteilung „zweihäusig“, weil männliche und weibliche Blüten sozusagen in zwei verschiedenen „Häusern“ wohnen.

Nachdem die Insekten durch die ersten Sonnenstrahlen aus der Winterstarre erwachen, können sie sich an den Blüten der Salweide stärken. Die männlichen Weidenkätzchen halten ein reiches Angebot an Pollen bereit, und sowohl bei den weiblichen als auch bei den männlichen Kätzchen findet sich süßer, nahrhafter Nektar. Hummeln, Honig- und Wildbienen finden in den Weidenkätzchen die erste Nahrung des neuen Jahres.

Die Salweide hat für die Bienen eine große Bedeutung als Frühjahrstracht. Daher werden Salweiden gerne von Imkern angepflanzt.

Blütenbestäubung - Vorteile für beide Seiten

Die von Blüte zu Blüte fliegenden Insekten sorgen dafür, dass der Pollen von den männlichen zu den weiblichen Kätzchen transportiert wird und helfen dadurch bei der Befruchtung. Den Nektar stellen die Blüten extra für ihre fleißigen Bestäuber bereit, dass vom Pollen gefressen wird, kann verschmerzt werden.

Auch für Schmetterlinge ist die Salweide im Frühjahr sehr wichtig  – sie ist ein richtiger „Schmetterlingsmagnet“. Schmetterlinge, die als Falter überwintern, finden in den nach Honig duftenden Kätzchen ihren ersten Nektar, um nach dem Winter wieder zu Kräften zu kommen. Dazu gehören der Kleine Fuchs, Zitronenfalter, Tagpfauenauge, C-Falter und Trauermantel.

Station 20: Frühblüher Kornelkirsche

Wer ganz früh im Jahr, schon im Februar, sich nach blühenden Sträuchern sehnt, kommt an der Kornelkirsche nicht vorbei. Sie ist der erste Frühblüher unter  den Sträuchern und daher eine Zierde jedes Gartens. Wenn die Laubgehölze noch in der Winterruhe verharren, lange bevor sich die ersten grünen Blätter entfalten, beginnt die Kornelkirsche zu blühen. Ihre gelben Blüten, noch bevor die Forsythien blühen, bringen die erste Frühlingsfarbe.

Ihre hohe ökologische Bedeutung liegt darin, dass sie sehr früh im Jahr den ersten Bienen und Schmetterlingen Nahrung anbieten. Einige Schmetterlinge, wie die bekannten Tagpfauenaugen, Zitronenfalter und kleinen Füchse überwintern als  Falter. Sie sind als frühe Frühlingsboten auf den Nektar der Kornelkirsche angewiesen.

Gartenbesitzer können bei geschickter Strauch-Auswahl erreichen, dass zwischen April und  August immer ein Strauch im Garten blüht. Aber die „Blühlücke“ im Februar –März kann nur die Kornelkirsche füllen.

Viele Gartenbesitzer pflanzen die aus China stammende, nicht heimische Forsythie. Im Vergleich zur Kornelkirsche blüht sie deutlich später, liefert den Bienen und Schmetterlingen keinen Nektar oder Pollen und den Vögeln im Herbst keine Früchte. Während die Forsythie im Herbst „langweilig“ aussieht, punktet die Kornelkirsche mit einem gelben Laub und den auffallenden roten Früchten. Werden sie nicht von Menschen geerntet, liefern sie Dompfaff und Kernbeißer eine günstige  Winternahrung. Dabei verzehren diese Vögel nicht das saftige Fleisch; sie knacken den Kern und verspeisen die dort befindlichen beiden Samen.

Wie historische Berichte der Griechen und Römer und archäologische Ausgrabungen dokumentieren, diente die Kornelkirsche schon früh zur menschlichen Ernährung. Eine Besonderheit ist ihr Holz:

„3,3,3,- bei Issos Keilerei!“

Im Jahr 333 v. Chr. siegte Alexander der Große über den persischen König Darius III. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg der Schlacht war die makedonische Phalanx. Diese Fußsoldaten waren mit extrem langen Stoßlanzen von 5,5 m Länge ausgerüstet. Diese bestanden aus dem härtesten Holz, das es – bis heute- in Europa gibt: Aus dem Holz der Kornelkirsche.

Ausführliche Informationen über die Kornelkirsche findet man unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Kornelkirsche

Station 21: Kinderstube Faulbaum

Der Name ist schon nicht attraktiv, und das Gewächs ist eher unscheinbar. Dennoch verhält es sich hier um einen spannenden Strauch, der schon unseren Urvätern von großem Nutzen war:

Der Faulbaum ist gar kein Baum sondern eher ein Gebüsch, das allerdings eine Höhe von ca 4 m erreichen kann. Seinen Namen erhielt er von dem charakteristischen üblen Geruch, den die Rinde verströmt, wenn sie verletzt wird. Unsere Vorfahren gewannen Holzkohle aus dem Gehölz, das wiederum Grundlage für Schießpulver war. Daher auch der zweite weit verbreitete Name „Pulverholz“. Der Faulbaum kommt praktisch überall in Nordwestdeutschland vor.

In früheren Zeiten wurde aus der Rinde des Faulbaums ein Absud gewonnen, der gegen allerlei Leiden eingesetzt wurde, z. B. als Heilmittel für Leber- und Gallenleiden aber auch als wirksames Abführmittel.

Für den Naturschutz hat der Faulbaum seine besondere Bedeutung aufgrund seiner langen Blütezeit. An einem Strauch sind gleichzeitig verschiedene Entwicklungsstadien zu finden: Knospen, Blüten, reifende und vollreife Früchte. Die Insekten wissen es zu schätzen: In der blütenarmen Jahreszeit wird diese Nektarbar gerne angenommen. Zahlreiche Schmetterlinge besuchen den Faulbaum, für unseren bezaubernden Zitronenfalter sind die Blätter Grundnahrung der Raupen. Ohne Faulbaum keine Zitronenfalter! Die reifen Beeren werden gerne von unseren heimischen Singvögeln verzehrt; aber auch kleine Nagetiere wie z. B. die Haselmaus laben sich an den Früchten. Im Herbst erfreut uns der Faulbaum mit seiner gelbrötlichen Laubfärbung.

Station 22: Vogelnahrung Pfaffenhütchen

Der Name des Pfaffenhütchens entstammt der Form seiner purpurroten Kapselfrüchte. Sie sind vierteilig wie die frühere Kopfbedeckung eines katholischen Pastors. Bei Reife öffnet sich die Kapsel und es werden die an kleinen Stielen sitzenden orangefarbenen Samen sichtbar. Diese werden besonders vom Rotkehlchen bevorzugt, sind aber auch bei 24 anderen Vogelarten beliebt.

Man findet den Strauch häufig in Hecken und Gebüschen an Fließgewässern, wo er mit seinem dichten Wurzelwerk den Uferboden festigt, weshalb er sich gut für den Erosionsschutz eignet. Im Herbst färben sich die Blätter rot. Daher ist der Strauch als Ziergehölz attraktiv.

Von Mai bis Juni ist die Blütezeit. Die Blüten sind klein und unscheinbar in gestielten Dolden, die von Insekten aller Art, vor allem von Fliegen besucht werden.

Alle Pflanzenteile des Pfaffenhütchens sind für den Menschen giftig, nicht aber für die Vögel. Der Verzehr der Samen kann beim Menschen sogar zum Tode führen.

Deshalb Eltern aufgepasst: Warnen Sie Ihre Kinder!

Station 23: Nahrhafte Brombeere

Brombeeren – süße Früchte für Mensch und Tier

In Hecken und an Waldrändern laden ab Juli die Früchte der Brombeeren zum Naschen ein. Direkt vom Strauch genossen, schmecken die sonnenwarmen, süßen Früchte nach Sommer. Sie sind zudem gesund: Brombeeren haben einen hohen Gehalt an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen und tragen dadurch zum Wohlbefinden bei.

Bis in den Oktober hinein findet man Brombeeren an den Sträuchern. Für viele Tierarten sind sie im Sommer und Herbst eine willkommene Nahrung. Amsel, Singdrossel und Mönchsgrasmücke schätzen die vitaminreichen Früchte, auch Haselmaus und Siebenschläfer erfreuen sich daran. Selbst Raubtiere wie Rotfuchs, Stein- und Baummarder ergänzen ihren Speiseplan gerne mit Brombeeren. Im Winter liefern die Sträucher mit ihren wintergrünen Blättern außerdem Futter für Hase und Reh.

Auch für Insekten bietet die Brombeere reichlich Nahrung. Von Juni bis August locken ihre Blüten Honig- und Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfalter an. Die Raupen einiger Schmetterlingsarten fressen an den Brombeerblättern, z.B. die des Kaisermantels und des Brombeer-Perlmutterfalters.

Die stachelbewehrten Brombeerranken bieten vielen kleineren Tieren Unterschlupf und Schutz vor Raubfeinden. Mönchsgrasmücke und Zilpzalp bauen ihre Nester in geringer Höhe und nutzen daher gerne Dickichte aus Brombeeren, in denen Eier und Jungvögel vor Nesträubern geschützt sind. Wer in seinem Garten eine Ecke den Brombeeren und Brennnesseln überlässt, kann mit etwas Glück bald den scheuen Mönchsgrasmücken bei der Aufzucht ihrer Jungen zusehen.

Übrigens: Die Brombeere ist botanisch gesehen gar keine Beere. Es ist noch nicht mal eine einzelne Frucht. Es handelt sich um eine sogenannte „Sammelsteinfrucht“. Jede Brombeere besteht aus vielen kleinen einzelnen Früchten. In ihrem Innern hat jede Einzelfrucht einen kleinen Steinkern, ähnlich wie bei einer Kirsche, der den Samen umschließt.

Rezept-Tipp: Brombeer-Gelee

Die reifen Brombeeren mit wenig Wasser zum Kochen bringen, wenige Minuten kochen. Die weichgekochten Früchte in ein Tuch geben und den Saft auffangen. Den Saft mit Geliermittel nach Anleitung weiterverarbeiten. In saubere Gläser füllen und luftdicht verschließen.

Man kann den Geschmack des Saftes mit Zitronensaft oder mit Minze verfeinern.

Eine andere Variante: Brombeeren und Holunderbeeren zu gleichen Teilen mischen.

Schauen Sie sich unsere Infografik an. Weitere Informationen auf dieser Seite bieten wir Ihnen in Kürze.

Station 24: Kinderstube Hasel

Unter einem Haselstrauch findet man Nussschalen, die Geschichten über die tierischen Haselnuss-Liebhaber erzählen, die hier von den im Herbst reifenden Früchten gefressen haben. Von Eichhörnchen, Mäusen und Bilchen bearbeitete Schalenreste kann man hier entdecken. Gelegentlich findet man eine Nuss, die auf den ersten Blick heil aussieht, sich aber sehr leicht anfühlt. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man in der Schale ein kleines Loch. Beim Knacken der Nuss stellt sich heraus, dass sie leer ist. Diese Nuss war über mehrere Wochen die Kinderstube für einen Käfer. In ihr wuchs die Larve des Haselnussbohrers heran.

Die Informationstafel zeigt die Entwicklung dieses Käfers, der zur Familie der Rüsselkäfer gehört. Das Haselnussbohrer-Weibchen nagt im Mai ein Loch in die noch grüne, weiche Frucht.  Dafür nutzt es seinen langen Rüssel, an dessen Spitze die kauenden Mundwerkzeuge sitzen. Es legt meist nur ein Ei in die unreife Nuss. Das Loch vernarbt wieder und ist von außen nicht sichtbar. Nach etwa einer Woche schlüpft die Käferlarve, die sich in den nächsten vier Wochen von der fettreichen Nussfrucht ernährt und diese leer frisst. Die Nuss fällt vorzeitig zu Boden und die Larve nagt  ein Loch in die Schale, durch welches sie ins Freie kriecht. Sie  gräbt sich in den Boden und überwintert dort  in ca. 15 Zentimeter Tiefe. Im Frühjahr verpuppt sich die Larve, im Mai schlüpft der erwachsene Käfer. Nach der Paarung belegen die Weibchen wieder unreife Haselnüsse mit ihren Eiern, womit der Kreislauf von neuem beginnt.

Auch die Blätter der Hasel bieten Nahrung für viele Insekten. Eine weitere Käferart, der rotgefärbte Haselblattroller, fertigt aus einem Haselblatt einen kunstvollen „Wickel“ an, in dem er seine Eier ablegt. Selten werden auch Erlen- oder Birkenblätter verwendet. Die Larven ernähren sich von dem Pflanzenmaterial des Wickels und werden durch ihn geschützt, hier findet auch die Verpuppung statt. Erst der fertige Käfer, der Ende Juli / Anfang August schlüpft, verlässt den Wickel.

Eine Fotoserie des komplexen Wickelvorgangs findet man bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Haselblattroller

Auch für Schmetterlinge ist die Hasel eine beliebte Kinderstube. Die Raupen von über 40Schmetterlingsarten ernähren sich von den Blättern, u.a. die des C-Falters und die vieler Nachtfalter aus den Schmetterlingsfamilien der Spanner und Eulenfalter.

Station 25: Nahrhafter Strauch Holunder

Holunder – nahrhafter Strauch für Mensch und Tier

Allgemeines: Der Holunderstrauch ist ein allgemein bekanntes und weit verbreitetes Heckengehölz. Auch in vielen Parkanlagen und Hausgärten sehen wir ihn gedeihen. Es gibt eine Reihe von Kinderreimen oder –geschichten, in denen der Holunderbusch eine Rolle spielt. Ja, ein Holunder im Garten soll sogar böse Geister fernhalten. Im Frühjahr trägt der Busch große, weithin duftende Blütendolden, im Herbst erfreut er uns mit seinen glänzenden schwarzen Früchten. Sowohl Blüten als auch Früchte sind beliebt bei Mensch und Tier.

Blüten: Die Blüten dienen der Teezubereitung: mit heißem Wasser übergossen ergeben sie einen duftenden Tee. Unter Verwendung von Zucker, Wasser und Zitrone ist ein Sirup herzustellen, köstlich im Sekt („Hugo“). Die Blüten können auch im Pfannkuchenteigmantel ausgebacken werden, mhm,

lecker. Auch als Heilmittel sind die Blüten einsetzbar (siehe Station 26: Holunder als Apotheke).

Die Blüten ziehen mit ihrem intensiven Duft alle Arten von Insekten an, sie sind eine Nektarbar vor allem für Fliegen und  Insekten, die nicht über einen langen Saugrüssel verfügen wie etwa Bienen oder Hummeln. Der Holunder ist somit ein wichtiger Nahrungsspender für kleine Insekten.

Früchte: Ab September sind die Früchte erntereif. Roh sind sie für uns Menschen ungenießbar, als Saft, Marmelade, Suppe oder Mus jedoch recht lecker und gesund. Der Saft ist schweißtreibend und durch und durch wärmend. Die Früchte des Holunders enthalten viel Vitamin C. Vögel lieben die Beeren, wo sie verzehrt worden sind, finden sich stark dunkelblau verfärbte Ausscheidungen, ein Horror für jeden Autobesitzer. Auch im Kot von Mardern, Wiesel, Siebenschläfer und Mäusen lässt sich die Frucht nachweisen. Für einige Tiere ist der Holunder jedoch giftig. Kaninchen und Hasen meiden ihn.

Station 26: Apotheke Holunder

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

... wurde früher auch „Die Apotheke der armen Menschen“ genannt.

(Quelle: www.forum-naturheilkunde.de )

Studien

Klinische Studien (doppelblind, placebo-kontrolliert) zeigen, dass ein Extrakt aus Holunderbeeren den Verlauf der Grippe verkürzen und die Symptome mildern kann. Pharmakologische Studien belegen, dass durch Holunderbeerextrakte die Vermehrung von Infuenza-Viren vom Typ A und B gehemmt werden kann. (Quelle: Randomized Study of the Efficacy and Safety of Oral Elderberry Extract in the Treatment of Influenza A and BVirus Infections. Z Zakay-Rones, E Thom, T Wollan et al. 2004. Journal of International Medical Research)

Die schleimlösenden Eigenschaften des Holunders konnten ebenfalls in Studien nachgewiesen werden. So enthält zum Beispiel das Fertigarzneimittel Sinupret® neben anderen Heilpflanzen Holunderblüten, die zur Verflüssigung des Nasenschleims beitragen und so das Abfließen erleichtern. (Quelle: www.pta-forum.de )

Die Kommission E empfiehlt Holunderblüten zur Behandlung von Erkältungskrankheiten.

Weitere Nutzungen

Im alten Rom Haarfärbemittel

Historisches

Der griechische Arzt Hippokrates (um 460 bis 370 v. Chr.) beschrieb den Schwarzen Holunder als abführendes, Wasser treibendes und gynäkologisches Mittel. Dioskurides (1. Jahrhundert n. Chr.) verwendete die Wurzel gegen Wassersucht und die frischen Blätter als Auflage bei Furunkeln. Mittelalter: Holunder wurde von Adamus Lonicerus (1528 bis 1586) als entwässerndes, Fieber senkendes und Blut reinigendes Mittel empfohlen. Der Humanist und Arzt Christoph Wilhelm Hufeland (1762 bis 1836) verordnete seinen Patienten bei Atemwegserkrankungen Dampfbäder und Gurgelwasser aus Holunder.

Sagen und Märchen

Der "Holderbusch" galt als Sitz der schützenden Hausgöttin Holda oder Holla, Gebrüder Grimm, Märchen "Frau Holle".

Station 27: Kinderstube Heckenrose

Wer mit aufmerksamem Blick durch eine Heckenlandschaft geht, der kann in den Heckenrosen   moosartige Ballen mit haarförmigen Auswüchsen entdecken. Sie sind walnuss- bis apfelgroß und haben im Frühsommer eine grüngelbe Färbung, werden dann rötlich und im Winter braun. Auf der Informationstafel wird das Geheimnis  dieser auch „Schlafäpfel“ genannten Gebilde gelüftet. Es sind Wucherungen der Heckenrose, sogenannte Rosengallen, die durch ein kleines Insekt verursacht werden. In ihrem Innern wachsen die Larven der Gemeinen Rosengallwespe heran.

Das nur drei Millimeter große Weibchen legt im Mai bis Juni mit seinem Legestachel mehrere Eier in die Blattknospen der Heckenrose. Die schlüpfenden Larven fressen innerhalb der jungen Blätter und regen das Pflanzengewebe zur Wucherung an. Um die Larven herum bildet sich die Pflanzengalle, die im Innern mehrere bis viele Kammern aufweist. Das weiche innere Gallengewebe dient den Larven als Nahrung, die äußere Schicht ist hart und bietet den Bewohnern Schutz. Im Laufe des Jahres wird die Rosengalle größer und die Larven im Innern entwickeln sich weiter, bis sie sich schließlich verpuppen und in der Galle als Puppe überwintern. Im Frühjahr schlüpfen die fertigen Insekten und nagen sich ihren Weg ins Freie. Die Rosengallwespe pflanzt sich überwiegend durch Jungfernzeugung fort, d.h. die Weibchen legen unbefruchtete Eier, aus denen nur Weibchen schlüpfen.

Es muss nicht nur die Gemeine Rosengallwespe sein, die am Ende der Entwicklung aus der Rosengalle herauskommt. Ihre Gallen werden auch von mehreren anderen Arten genutzt. Die Larven der Schwarzen Rosengallwespe bewohnen z.B. die Gallen der Gemeinen Rosengallwespe als „Einmieter“ und verändern diese durch ihre Fraßaktivität. Die räuberisch lebenden Larven der Rosenerzwespe fressen die Larven der anderen Arten. Bis zu zehn Arten mit unterschiedlichen Lebensstrategien bewohnen die Schlafäpfel der Wildrosen.

Übrigens: Schlafäpfel werden die Rosengallen genannt, weil man früher glaubte, eine unter das Kopfkissen gelegte Rosengalle fördere den Schlaf.

Station 28: Apotheke Mispel

Mispel (Mespilus germanica)

Inhaltstoffe

Mispeln enthalten viel Tannine (Gerbstoffe) und Pektin. Mispeln helfen gegen jede Art von Durchfall, früher wurden sie sogar gegen Ruhr eingesetzt. Gleichzeitig heilen sie die an-gegriffene, entzündete Darmschleimhaut. Erzielen lässt sich der stopfende Effekt am besten mit rohen Früchten, bei gekochten ist er geringer. Außerdem können Mispeln durch ihren hohen Pektingehalt den Cholesterinspiegel senken. Schon 3 - 4 Mispeln enthalten rund 15 g Pektin, das die Cholesterinsenkung bewirkt. Siehe auch: www.naturundheilen.de

Gerbstoffe Wirkungsweise generell (für sämtliche „adstringierende“ Wirkungen interessant)

„Die Adstringierende Wirkung der Gerbstoffe beruht auf einer Wechselwirkung der Polypepidketten der Kollagenfasern von Haut und Schleimhaut. Durch Vernetzung entstehen unlösliche Verbindungen, Kapillaren und Zellmembranen werden abgedichtet. Daraus ergeben sich folgende therapeutische Wirkungen:

◾Antisekretorisch, antiperistaltisch: An der Darmschleimhaut verhindern Gerbstoffe die übermäßige Sekretion von Elektrolyten und Flüssigkeit in das Darmlumen. Gleichzeitig behindern sie das Eintreten von Bakterientoxinen.

◾Antibakteriell, antiviral: Durch Ausbilden einer schützenden Membran entstehen für Viren und Bakterien ungünstige Bedingungen; Die Aufnahme von Toxinen wird vermindert.“

◾Die Bildung von Entzündungsstoffen wird vermindert (Hemmung Hyaluronidase, Beeinflussung Arachidonsäurestoffwechsel, Histaminfreisetzung)

Quelle: Phytotherapie bei Hautkrankheiten, Matthias Augustin, 2004, Urban & Fischer (über Google Books)

Historisches

Der Arzt Claudius Galen (131 - 202 n. Chr.) beschreibt schon die Wirkung der Mispel und natürlich ist sie auch in den Kräuterbüchern des Mittelalters erwähnt. So lesen wir beim Apotheker Tabernaemontanus (1520 - 1590) unter anderem folgendes: “Die harten Steinlinden in der Frucht sollen ein gewisse Kunst seyn wider den Stein in Nieren und Blasen. Die dürren Blätter zu Pulver gestossen / und eingestreuet / hefften zusammen die Wunden und stillen das Blut.”

Quelle: www.botanikus.de

Wegen der bekannten Heilwirkung der Mispel wurde sie im Mittelalter bei uns in Klostergärten angebaut. Kaiser Karl der Große schrieb sogar in einer Verordnung vor, dass in jedem Klostergarten Mispelbäume zu stehen haben. Siehe auch: http://rose-office.com

Station 29: Apotheke Heckenrose

Heckenrose (Rosa spec.)

Allgemeines

Wer kennt es nicht?: Das Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“ von Hoffmann von Fallersleben besingt nicht den Fliegenpilz, sondern die Hagebutte.

Die Heckenrose ist eine Wildrosenart, die sehr häufig in fast gesamt Europa vorkommt. Der einige Meter hoch wachsende Strauch bildet besonders entlang der Waldränder und Feldhecken undurchdringliche Hindernisse. Die herrlich anzuschauenden duftenden Blüten, Blätter und später die Früchte erfreuen nicht nur die Sinne, sondern werden außerdem in der Heilkunde angewandt. Sogar die Rosengallen sind als Heilmittel aus der Antike bekannt.

Wirksame Teile

Blütenknospen, Blätter, Früchte (Hagebutten). Alles ist zum Trocknen geeignet. Der Tee - aus diesen Teilen hergestellt -  ist äußerst wohlschmeckend!

Hoher Vitamin C-Gehalt der Scheinfrüchte: 100 g essbarer Hagebuttenanteil enthält ca. 1045 mg Vitamin C (Quelle: Wikipedia unter „Hagebuttenmark“), die Zitrone enthält im Vergleich dazu in 100g nur 51 mg. Daraus ergibt sich: Die Hagebutte enthält 20-mal mehr Vitamin C als die Zitrone!

Das bewirkt das wichtige Vitamin C im Körper: Fänger freier Radikaler, antioxidative Wirkung, Aktivierung des Immunsystems, Stabilisierung von Kollagen („Bauprotein“ in praktisch allen Organen und Geweben des menschlichen und tierischen Organismus, vor allem im Bindegewebe). Vitamin C-Mangel bewirkte die in alten Zeiten verbreitete und gefürchtete  Seemanns-Krankheit Skorbut.

Studien

Klinische Studien belegen, dass Inhaltsstoffe der Hagebutte (Vitamine, Gerbstoffe, Pektin) bei Arthrose und Osteoporose helfen können. Extrakte aus der Hagebutte sollen schmerzstillende Wirkung ähnlich des Salicin (Weidenrinde) haben. Die Beweglichkeit der Gelenke wird gefördert. Quelle: www.pta-forum.de  und www.uniklinik-freiburg.de

Historisches

Schon in der Steinzeit wurden Hagebutten konsumiert, wie archäologische Funde belegen.

Der griechische Arzt Dioskurides (1. Jh.) empfahl die getrockneten Früchte bei Darmkatarrh. Der deutsche Botaniker und Arzt Hieronymus Bock (1498 bis 1554) beschrieb die stopfende Wirkung, und der italienische Arzt Pietro Andrea Mattioli (1501 bis 1577) verwendete die Beeren gegen Ruhr, die Kerne gegen Steinleiden.

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