Kreisgruppe Wolfsburg

Tödliche Gefahr - Laubbläser und Laubsauger

Foto: Werkzeug Schloh.

Kaum fallen die ersten Blätter von den Bäumen, hört man sie überall: Die Laubsauger und Laubbläser. Doch diese Gartengeräte schädigen Umwelt, Tiere und Gesundheit und stören den Naturhaushalt.

Die Geräte erzeugen einen Sog von bis zu 160 Stundenkilometern. In der Streuschicht am Boden leben zahlreiche Kleintiere, wie Würmer, Insekten, Spinnen oder auch Kleinsäuger, die durch das Entfernen des Laubes den Lebensraum und die Nahrungsgrundlage verlieren können. Bei der Verwendung eines Laubsaugers kann auch von tödlichen Auswirkungen auf die im Laub befindlichen Insekten ausgegangen werden.

Zu den zerstückelten Kleintieren gehören neben Käfern, Spinnen und Asseln mitunter auch Frösche und kleine Igel. Viele dieser Tiere haben eine wichtige ökologische Funktion für den Boden. Das Fehlen der Tiere und des Laubs führt zu einer Verarmung des Bodenlebens und unterbricht die Humusbildung. Außerdem wird durch die restlose Beseitigung von Laub und Pflanzenresten nützlichen Insekten, Igeln und Schmetterlingslarven der benötigte Unterschlupf für den Winter entzogen.

Empfehlenswert ist es, zu Rechen und Harke zu greifen, die ganz ohne schädliche Emissionen auskommen. Das welke Laub sollte auf Beete und unter Gehölze verteilt werden, wo es während des Winters langsam verrottet, Boden und Kleintieren als Schutz dient und im Frühjahr als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet werden kann.