Kreisgruppe Wolfsburg

5 Tipps: Energiesparen beim Heizen leicht gemacht

Foto: Pixabay  (Quelle: pixabay, Erstellt 8. Januar 2014 / https://pixabay.com / https://pixabay.com/de/photos/thermostat-heizung-heizk%C3%B6rper-250556/)

Thermostat richtig bedienen

Für eine Wohlfühltemperatur von 20 bis 21 Grad reicht eine Einstellung des Heizkörperthermostaten auf Stufe 3 meist völlig aus, denn auf einer höheren Stufe wird es nicht schneller warm. Nachts oder bei (kürzerer) Abwesenheit kann das Thermostat auf Stufe 2 heruntergeregelt werden. Unterhalb von Stufe 2 kann es nämlich passieren, dass die Wohnung zu sehr auskühlt und es lange dauert, bis der Raum wieder aufgeheizt ist. Eine falsche Bedienung des Thermostats kann zu unnötig hohem Energieverbrauch führen. Anders als man intuitiv meinen könnte, reguliert das Thermostat nicht etwa die Temperatur des Heizkörpers, sondern die des Raumes. Daher stehen bei mechanischen Thermostatreglern die Zahlen 1 bis 5 für eine bestimmte Raumtemperatur, die erreicht werden soll. Sobald diese erreicht wird, geht die Heizung aus und heizt erst dann wieder, wenn die Temperatur im Raum gesunken ist.

 

Elektronische Heizkörperthermostate

Statt manuell zu bedienender Heizkörperthermostate können auch elektronische Heizkörper-thermostate eingesetzt werden: Mit diesen kann eingestellt werden, welcher Raum zu welcher Tageszeit welche Temperatur erreichen soll. So wird dann zur gewünschten Tageszeit etwas herunter- und wieder heraufgeregelt. Günstige Ausführungen eines solchen elektronischen Thermostats gibt es schon ab 20 bis 30 Euro, komplexere kosten zwischen 40 und 150 Euro pro Stück. Noch einen Schritt weiter gehen Funkthermostate, die auch mit Fensterkontakten genutzt werden können. Diese regeln die Heizung bei geöffneten Fenstern automatisch herunter und verhindern so, dass „aus dem Fenster geheizt“ wird.

 

Richtiges Lüften

Richtiges Lüften ist nicht nur wichtig für die Raumluftqualität, sondern wirkt auch Schimmelbildung entgegen. Schimmel entsteht nämlich vor allem durch unregelmäßiges oder falsches Lüften und dadurch angestiegene Luftfeuchtigkeit. Besonders in nicht isolierten Gebäuden mit kalten Außenwänden setzt sich diese Feuchtigkeit ab und kann zu Schimmelbildung führen. Deshalb sollten die feuchtesten Räume der Wohnung, also Badezimmer und Küche, öfter gelüftet werden. Das Gleiche gilt, wenn Wäsche in der Wohnung getrocknet wird.

- regelmäßiges Stoßlüften (5 - 10 Minuten): Fenster weit öffnen, nicht kippen

- Querlüften: Fenster in gegenüberliegenden Räumen, sowie die Raumtüren öffnen

- zwei- bis dreimal pro Tag: am besten direkt nach dem Aufstehen und dann im Laufe des Tages

- optimalerweise die Thermostatventile während des Lüftens ganz herunterdrehen

Dauerhaft gekippte Fenster sollten vermieden werden, da sie nicht für den notwendigen Luftaustausch sorgen; dennoch entweicht viel Wärme. Um Stoßlüften einfacher zu machen, sollte man auf einigen Fensterbrettern das Abstellen von Gegenständen (wie z.B. Zimmerpflanzen) vermeiden.

 

Heizung entlüften

Wenn der Heizkörper nicht richtig warm wird oder gluckernde Geräusche macht, hat sich möglicherweise Luft im Heizkörper angesammelt. In diesem Fall sollte die Heizung entlüftet werden, ansonsten könnten die Heizkosten um bis zu 15% steigen. Eine Entlüftung braucht lediglich fünf Minuten Zeit, einen Entlüftungsschlüssel (für wenig Geld in jedem Baumarkt erhältlich), sowie eine kleine Schüssel und einen Lappen. Vorgehen:

- Heizkörper maximal aufdrehen.

- Kleines Gefäß unter das Entlüftungsventil halten und das Ventil mit dem Entlüftungsschlüssel um eine viertel bis halbe Umdrehung (nicht mehr!) gegen den Uhrzeigersinn aufdrehen. Einen Lappen bereithalten für spritzendes Wasser.

- Ein Zischen ertönt und Luft entweicht. Sobald ein konstanter Wasserstrom aus dem Ventil tritt, ist alle Luft entwichen und das Ventil kann wieder zugedreht werden.

- Den/die Vermieter*in informieren, damit ggf. fehlendes Wasser im Heizkreislauf ausgeglichen werden kann.

 

Abdichten der Türen und Fenster


Auch über undichte Fenster und Türen kann Energie entweichen. Mit wenigen Handgriffen können diese in Eigenregie mit Dichtstreifen isoliert werden. Die selbstklebenden Dichtstreifen werden dabei einfach passgenau angeklebt und vermeiden so Energieverlust, aber auch störende Zuggeräusche. Dadurch wird der gesamte Wohnkomfort erhöht. Wer in einem alten Haus ohne abgedichtete Fenster wohnt, für den kann sich diese Maßnahme richtig auszahlen. Durch Dichtstreifen an Türen und Fenstern lassen sich Heizkosten um bis zu 20% reduzieren. Die Anschaffungskosten sind mit 10 bis 25 Euro pro 10 m sehr gering und zahlen sich so schnell wieder aus (bis zu 35 Euro Heizkosten- einsparung pro Jahr sind möglich).