Biotoppflegeeinsatz 9.2.2019

Anfang Februar traf sich die Biotopschutzgruppe erneut zu einem Arbeitseinsatz im Kalkberg.

Zu unserer Überraschung war die freigestellte Fläche wieder komplett zugewachsen u.a. durch  Kreuzdorn- und Pflaumenjungwuchs. Der Grund: 2018 haben wir hier keine Pflegemaßnahme durchgeführt!

Es war so viel zu schneiden, dass wir nicht ganz fertig geworden sind. Eventuell erfolgt noch einmal ein weiterer Einsatz im März. Im Spätsommer/Herbst sollte der Bereich auf jeden Fall mit einem Freischneider bearbeitet werden.

Zur Entwicklungsgeschichte unserer Einsätze auf dem Kalkberg siehe weiter unten.

Pflegebiotop Kalkberg

Blick in den Kalkberg 2014 vor der Freistellung
Nach Freistellung im Winter 2015

Zwischen Sülfeld und Ehmen befindet sich inmitten von Ackerflächen der sogenannte Kalkberg. Nach Aufgabe des Kalkabbaues entwickelte sich die Fläche zu einem Wald. Nach Kartierungen von 1983 wuchsen hier ursprünglich Pflanzenarten sogenannter Kalkmagerrasen. Die offenen Bereiche sind aufgrund der zunehmenden Bewaldung inzwischen verschwunden und damit auch die typischen Pflanzen wie Kartäusernelke oder Wiesensalbei.

 

Die Biotopflegegruppe möchte das ändern. Durch regelmäßige Arbeitseinsätze soll wieder ein Kalkmagerrasen entwickelt werden. Als erste Aktion wurden durch die Stadtforst im Winter 2014/2015 auf einem Bereich von etwa 100 m² alle Bäume entfernt. Diese Fläche wird seitdem mindestens einmal im Jahr (zumeist im Februar) gepflegt. In den kommenden Jahren besteht die Arbeit überwiegend aus dem Beseitigen von Jungwuchs der umstehend wachsenenden Bäume und Sträucher wie Roter Hartriegel, Kreuzdorn und Pflaume.

Verbrennung des Holzmaterials

Im Winter 2014/2015 wurde das Kronenmaterial der abgesägten Bäume vor Ort verbrannt. Nun konnte die Fläche weiterbearbeitet werden.

Der erste Einsatz der Biotoschutzgruppe im Oktober 2015

 

Die inzwischen reaktivierte Biotopschutzgruppe führte dann im Oktober 2015 ihren ersten Arbeitseinsatz durch.

Auf der Fläche waren  nur geringfügig Jungwuchs von Roter Hartriegel und Kreuzdorn aufgelaufen. Dieser Jungwuchs wurde weitesgehend ausgegraben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach einigen Stunden Arbeit gab es Kaffe und Kuchen.

Der zweite Einsatz im März 2016

 

Im März 2016 erfolgte der zweite Arbeitseinsatz. Auffällig war, das auch im zweiten Jahr nach der Freistellung die freigestellte Fläche nur geringfügig von Jungwuchs bewachsen war.

 

Dafür waren große Bereiche der Fläche mit einer deutlichen Mossschicht bedeckt.

Großer Einsatz zusammen mit VW-Mitarbeitern !

Mitarbeiter der Initiative Pro Ehrenamt von Volkswagen arbeiteten gemeinsam mit Mitgliedern des BUND bei strahlendem Sonnenschein am letzten Samstag im März 2017 ausnahmsweise mal nicht im Büro sondern im Steinbruch. Keine Strafarbeit sondern ein ehrenamtlicher Einsatz, bei dem eine für den Naturschutz wertvolle Fläche wieder hergerichtet werden soll. Damit die Fläche eine Chance hat, sich zu einem Magerrasen zu entwickeln, wurden hunderte  Austriebe des Roten Hartriegels entfernt.

Triebe des Roten Hartriegels werden ausgestochen
Der gemütliche Teil bei heißem Würstchen darf nicht fehlen


Jahresbericht des BUND

Titelseite des Jahresberichtes, Wildkatze als Titelbild

Einblicke in die Arbeit des BUND, seine Einnahmen und Ausgaben, die Zahl seiner Mitglieder und Förderer – das alles und noch viel mehr finden Sie im

>> Jahresbericht 2018

Suche