Pflaumen-Zipfelfalter, Foto: Tanja Radau

Schmetterlings-Infos

Den Pflaumen-Zipfelfalter hat Tanja Radau im Juni 2017 beim Tagfalter-Monitoring in ihrem Transekt an einem Waldrand im Hasselbachtal gesichtet und fotografiert. Diese Art ist auf das Vorhandensein von Hecken mit Schwarzdornsträuchern angewiesen.

Steckbrief Pflaumen-Zipfelfalter

Der selten vorkommende Pflaumen-Zipfelfalter aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae) fliegt in der Zeit von Juni bis Anfang August in nur einer Generation. Den nur wenige Zentimeter großen Falter findet man vor allem dort, wo es Schlehen und Pflaumenbäume gibt. Die Eier werden in Astgabeln abgelegt und überwintern dort. Die hellgrüne Raupe schlüpft im Frühjahr und verpuppt sich Mitte Mai. Das Verbreitungsgebiet des Pflaumen-Zipfelfalters umfasst Mittel-, Nord- und Osteuropa sowie Asien.

Wie helfe ich dem Pflaumen-Zipfelfalter?

Wer Hecken mit heimischen Sträuchern wie dem Schwarzdorn pflanzt, kann den Pflaumen-Zipfelfalter und andere Schmetterlingsarten fördern. Für weitere Informationen zum Schwarzdorn klicken Sie die folgenden Infotafeln unseres Heckenpfades an:

 

 

 

Waldbrettspiel

Falter Waldbrettspiel, Andre Brandes

Mit dem Ausschlagen des  Laubes im Mai wird es schattig und kühl im Waldesinnern. Fast alle Tagschmetterlinge verlassen jetzt den für sie zu kühlen Ort. Diese Sonnenanbeter suchen jetzt die sonnenbeschienenen Wiesen, Waldränder, Hecken, Gärten auf,  um nach nektarreichen Blüten  zu suchen.

Das Waldbrettspiel ist der einzige an das Leben im Inneren der Wälder eng angepasste Tagfalter. Das Waldbrettspiel wärmt sich in Sonnenflecken  auf dem Boden oder dem Laub nicht zu dichter Wälder. Es sind also die Sonnenflecken im Wald, wo man diesen Falter finden kann. Es sind alles Männchen, die ihren Sonnenflecken auf dem Boden oder im Laub als Revier besetzt halten und gegen jeden Falter- auch anderer Arten- verteidigen. Mit vorbeifliegenden Konkurrenten liefern sie sich kurze Luftkämpfe und kehren dann zu ihrem Beobachtungspunkt zurück. So sitzt auf  jedem Sonnenfleck stets nur ein Männchen.

Für diese wechselwarmen Tiere ist die Sonnenwärme wichtig, beeinflusst die Körpertemperatur doch ihre Aktivität. An warmen Sommertagen ist der Körper des Waldbrettspiels bereits nach wenigen Minuten auf  über 34° C erwärmt. Fliegt das Tier in den  kühlen Schatten des Waldes, sinkt seine Körpertemperatur gleich wieder ab. Nach kurzer Zeit  sucht es deshalb sein Sonnenrevier erneut auf.

Da es im Wald weniger Blüten gibt, findet man den Falter weniger auf Blüten als auf ausfließenden Baumsäften und an feuchten Bodenstellen.

Seine Raupen fressen an Süßgräsern und sind mit ihrer grünen Farbe sehr gut getarnt.

Das bei uns nicht häufige Waldbrettspiel wurde auch im Wolfsburger Wald, z.B. nahe dem Ortsteil Rabenberg beobachtet.

[Foto und Text von Andre Brandes. Textgrundlage u.a. das  vom BUND 1987 im Otto Maier Verlag Ravensburg herausgegebene, empfehlenswerte  Buch „Aktion Schmetterling- So können wir sie retten“]

 

Bläulinge

Im Folgenden stellen wir mit einigen Fotos von Alex Koschel  den Bläuling vor:

Es gibt viele, zum Teil schwer unterscheidbare  Bläulinge. Der  häufigste Bläuling in Wolfsburg ist der  Hauhechel-Bläuling.

Abb. 1 zeigt das Männchen, das den Namen „Bläuling“ rechtfertigt. Die Weibchen der Bläulinge aber sind häufig braun!! Die Abb. 2 zeigt ein Hauhechel-Bläulingsweibchen, eigentlich einen „Bräunling“.

Wenn die Falter sich auf eine Blume setzen, um den Nektar zu saugen, falten sie meist ihre Flügel zusammen. Jetzt sieht man die Unterseiten. Beim Hauhechelbläuling sind sie hell mit vielen schwarzen und orangefarbenen Punkten und Flecken.

Männchen Hauhechel-Bläuling
Weibchen
Flügelunterseite des Weibchens
Hauhechel-Bläulingspärchen bei der Kopulation