Natürliche Vogelfütterung im Winter

Foto: Eike Bovensmann

Um den Vögeln über den Winter zu helfen, muss kein Vogelfutter gekauft werden. Einfacher und natürlicher ist es, im Garten solche Pflanzen stehen zu lassen, deren Samen- bzw. Fruchtstände von Vögeln besucht werden. Im Winter sind Nachtkerze, Brennnessel und Karden ganz besonders beliebt, vor allem bei Meisen und Finken.

Die im Winter reifen Beeren der einheimischen Sträucher wie Heckenrose, Liguster, Schlehe, Schneeball und Stechpalme werden äußerst gerne gefressen. Aber selbst kleine, eingetrocknete Brombeeren nutzen z.B. Dompfaffen im Winter als Nahrung. Daher ist es wichtig, die Gartenpflege im Herbst mit viel Umsicht durchzuführen, um der Tierwelt nicht unnötig ihr Nahrungsangebot wegzunehmen. Hier gilt: „Weniger ist mehr“. Am besten lässt man alle abgeblühten Stauden bis zum Frühjahr stehen, denn darin verstecken sich auch viele kleine Insekten, die im Winter Zaunkönig, Heckenbraunelle und Rotkehlchen ernähren. Zaunkönig und Meisen suchen übrigens auch gerne an der Hausfassade, am Dachkasten, an Tür- und Fensterrahmen sowie Rollläden nach Insekten und Spinnen. Deshalb sollte der „Frühjahrsputz“ am Haus unbedingt erst spät im März vorgenommen werden, wenn die kalte Jahreszeit wirklich vorbei ist.

Die einfachste Hilfe für Amsel und Drosseln besteht darin, Äpfel auszulegen – auf dem Rasen, unter den Sträuchern und Bäumen, oder – bei Gefahr durch Katzen – an erhöhten Stellen, wie auf Komposthaufen, Fensterbrett oder im Balkonkasten. Es können sogar Äpfel mit kleinen faulen Stellen sein - die Vögel suchen sich schon selbst heraus, was ihnen schmeckt. Eine Amsel kann pro Tag einen ganzen mittelgroßen Apfel verspeisen!

Wer diese Tipps beherzigt, kann mit etwas Glück so hübsche Vögel wie Dompfaff, Haubenmeise, Schwanzmeise, Wacholderdrossel oder sogar die seltene Rotdrossel in seinem Garten beobachten.

In dieser Broschüre finden Sie weitere Informationen:



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