Pflanzaktion für die Haselmaus in Wolfsburg

Am zweiten Aprilsamstag war es endlich soweit. Wir haben uns in der Wolfsburger Nordstadt im Waldgebiet zwischen dem Alten und Neuem Teich getroffen. Die Sonne schien herrlich und wir haben uns ein bequemes Fleckchen im Wald gesucht, um uns mit der Haselmaus erst einmal theoretisch bekannt zu machen.

Die Haselmaus ist ein daumengroßes vor allem nachtaktives Tierchen. Es ist auch keine richtige Maus, sondern gehört in die Familie der Bilche -> zu den Schlafmäusen. Der etwas dickliche Siebenschläfer und der größere Gartenschläfer gehören auch zu dieser Familie.

Typisch ist der behaarte dichte und buschige Schwanz. Die anderen Mäuse haben dagegen einen dünnen fast nackten Schwanz. Daran kann man auf den ersten Blick die Haselmaus von den anderen Mäusen unterscheiden.

Allerdings bekommt man die Haselmaus eher sehr selten zu Gesicht. Die kleine Haselmaus schläft nämlich von Oktober/November bis zum März/April.

Im Frühjahr nach dem Winterschlaf ist die Speckschicht vom Herbst aufgebraucht. Die kleine Maus hat Hunger und auf dem Speiseplan stehen die Knospen, Blüten und der Pollen der Sträucher und Bäume. Aber auch saftige Beeren und kleine Insekten werden verspeist. Die Lieblingsnahrung sind Brombeeren, Faulbaumfrüchte, Himbeeren, Heckenkirschen und natürlich Haselnüsse.

Später im Jahr werden mit Haselnüssen und Eicheln die Reserven für den Winterschlaf wieder aufgefüllt.

Die Haselmaus fühlt sich wohl in dichten und auch dornigen Sträuchern. Dort ist sie vor Fraßfeinden gut geschützt. Ihr Nest baut sie in Baumhöhlen, Nistkästen oder auch zwischen Brombeerranken. Das Nest ist fein säuberlich aus Gras und Laub gebaut und etwa faustgroß.

Einmal (im Juni), manchmal auch zweimal (Anfang Oktober) bekommt die Haselmaus Nachwuchs.

Nun genug der Theorie.

In der Zwischenzeit ist auch der Förster gekommen und zeigt uns wo wir die Sträucher pflanzen können. Jetzt geht es los mit der Pflanzung. Und die Spaten sind schnell verteilt.

Die Haselsträucher können Halbschatten ganz gut vertragen und werden deshalb in der Eichenschonung an den Rand gepflanzt. Bei dieser neu angelegten Schonung wurden die großen Fichtenbäume gefällt, da es bis dahin ein sehr dunkler Teil des Waldes gewesen war.

Die Eichenbäumchen sollen den Wald lichter und heller machen. Eine Infotafel an der Schonung gibt uns darüber genaue Auskunft.

Die anderen Sträucher wie zum Beispiel Wildrose, Schlehe und Weißdorn werden außerhalb der Schonung gepflanzt. In der Nähe der Stubben soll eine dichte Hecke für die Haselmaus und natürlich auch für andere Tierarten entstehen.

Manchmal sind im Boden noch viele Wurzeln vorhanden. Aber wir schaffen es für alle Pflanzen ein schönes Pflanzloch zu graben.  Drücken wir die Daumen, dass alle Pflanzen gut anwachsen werden!

Nach getaner Arbeit putzen wir die Spaten und haben uns bei Apfelsaft (Königslutter'sche Streuobstwiesen AST.e.V.) und selbst gemachten Kräuter-Joghurt-Quark von Tamiro gestärkt.

Ach ja: ehe ich es vergesse, da wir gerade beim Essen sind:

 

Jetzt kann man noch die Nüsse vom Vorjahr unter den Haselsträuchern finden.

Mit ein bisschen Geschick und Glück findet man vielleicht die Haselmaus unter den anderen Tieren (Eichhörnchen, Haselnussbohrer, Mäuse usw.) heraus.

Links dazu im Internet:

http://nussjagd-niedersachsen.de/fileadmin/user_upload/Dateien/bestimmungsschluessel.pdf

http://nussjagd-niedersachsen.de/index.php?id=28

nussjagd-niedersachsen.de

Helfen Sie uns und finden Sie die verdächtig angefressene Nüsse. Diese können in eine Nusssammeltüte (bitte anfordern beim BUND Hannover) mit einem ausgefüllten Jagdbericht an unten stehende Adresse gesendet werden:

Sammelmaus

NAJU Niedersachsen

Alleestraße 36

30167 Hannover

 

Fragen können Sie an die folgende E-Mail Adresse senden:

sammelmaus@nussjagd-niedersachsen.de

schlauemaus@nussjagd-niedersachsen.de

 

                                              

Viel Erfolg und Spaß bei der Suche nach der Haselmaus in Wolfsburg und Umgebung.

 



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