Keschern an der Mühlenriede mit den Junior-Rangern am 11. und 25. Juni 2011

Am 11.06. und 25.06. machten sich die Junior-Ranger an der Mühlenriede auf die Suche nach Gewässertieren. Der zweite Termin war angesetzt worden, weil beim ersten wegen des feuchten Wetters leider nur wenige Kinder dabei sein konnten. Während die Eltern sich über das Renaturierungsprojekt an der Mühlenriede informierten, begaben sich die mit Gummistiefeln ausgerüsteten Junior-Ranger zum Gewässeruntersuchungsplatz.


Keschern darf kein Mord sein!

Zur Einstimmung hörten wir eine Geschichte über einen Jungen, der im Bach Tiere fängt, die er in eine alte rostige Dose ohne Wasser setzt und dort vergisst. In der anschließenden Besprechung waren sich alle einig, dass wir es anders machen würden als der Junge und dass die Tiere es bei uns gut haben sollten. Wir würden sie in Schalen mit ausreichend frischem Wasser setzen und hinterher alle wieder dort freilassen, wo wir sie gefunden hatten.


Wo suchen wir, wie fangen wir?

Nachdem wir besprochen hatten, wo und wie man am besten Wassertiere in einem Bach fängt, bekam jedes Kind eine flache, weiße Kunststoffschale, in der man die Tiere besonders gut sehen kann. Außerdem erhielt jeder einen Pinsel, um kleine Wassertiere vorsichtig von Steinen abzulösen, sowie einen Kescher und einen kleinen Löffel zum Fangen und Umsetzen der Tiere.


Auf in den Bach!

Nun ging es los. Alle waren mit Feuereifer dabei und suchten unter Steinen und an Wasserpflanzen nach Tieren. Immer wieder hörte man begeisterte Rufe, wenn wieder etwas gefunden wurde. Nach und nach füllten sich unsere Schalen mit ganz unterschiedlichen Tieren.

Es ist immer schwierig aufzuhören, wenn es Spaß macht, aber schließlich versammelten sich alle um den Steintisch und betrachteten gemeinsam, was wir in unseren Schalen gesammelt hatten.


Unsere Tiere

Folgende Tiere hatten wir gefangen: Viele Bachflohkrebse, mehrere Kugelmuscheln, Schlammschnecken, Wasserskorpione, Wasserläufer, Kleinlibellenlarven, Köcherfliegenlarven, Eintagsfliegenlarven, mehrere Wasserkäfer, Rollegel, außerdem recht viele kleine Fische, bei denen es sich teilweise um Gründlinge handelte, und eine einzige Wasserassel. Nun erfuhren wir viel Interessantes über unsere Tiere und ihre Lebensweise.


Hier ein paar Beispiele.


 

Oh Schreck – wo ist die Wasserassel?

Zum Abschluss bekamen die Junior-Ranger Schilder mit den Namen der Tiere, die sie kennen gelernt hatten, um diese dann zu den richtigen Tieren zu legen. Alle Tiernamen konnten richtig zugeordnet werden. Nur bei der Wasserassel klappte es nicht. Und das lag nicht an den Junior-Rangern, sondern daran, dass unsere einzige Wasserassel plötzlich verschwunden war. Zum Glück hat sie zum Schluss dann doch noch eine findige Junior-Rangerin entdeckt – die Wasserassel hatte es sich auf unserem Wasserskorpion bequem gemacht!


Nachdem wir die Tiere wieder in den Bach zurückgesetzt hatten, gab es zum Ausklang dieses letzten Treffens vor den Sommerferien ein Picknick in gemütlicher Runde, wobei sogar die Sonne herauskam. In der Abschlussbesprechung wurde deutlich, dass die Junior-Ranger (und die von den Kindern liebevoll „Senior-Ranger“ genannten Eltern) sich schon auf die nächsten Termine nach den Ferien freuen!



Suche