Erkundung eines Nadelwaldes: Rotfichte und Douglastanne

Unsere Junior-Ranger
Waldpostkarte

Die Kindergruppe „Junior-Ranger“ erkundete am 30.10.10 einen Nadel-Hochwald südlich von Ehmen. Zuerst musste der Bach Mühlenriede über ein Brett balancierend überquert werden. Alle kamen heil hinüber.
Die Gruppe bildete dann drei „Raupen“, wobei die Kinder die „blinden“ Raupenglieder und die Betreuer den sehenden Raupenkopf bildeten. Die „Raupen“ krochen aus dem Laubwald in den Nadelwald und durch Fühlen mit Füßen und Händen fanden sie „blind“ heraus, dass hier das trockene Laub raschelte und dort ein „geräuschloses“ Nadelpolster zu fühlen war. Der Nadelwaldboden war geprägt von Nadelstreu, Zapfen, Moos und Farn.

In einem Gespräch klärten die Teilnehmer, wie man sich als „Gast des Waldes“ im „Haus der Tiere“ verhalten sollte.

Es folgte ein Kimspiel, in dessen Verlauf die drei Gruppen der Rehe, Mäuse und Spechte Zapfen der Fichte und der Douglastanne sammelten und damit ein Gesicht auf ein weißes Tuch legten. Die Kinder erfuhren, dass die vom Volksmund genannten „Tannenzapfen“ in Wirklichkeit Fichtenzapfen sind und dass es kaum möglich ist, einen echten Tannenzapfen auf dem Waldboden zu finden, weil dieser i.d.R. schon auf dem Baum in seine Teile zerfällt.
Ein indianisches Märchen erklärte die merkwürdige Gestalt der Douglasienzapfen mit „Mäuseschwänzchen und Hinterbeinen der Mäuse“.

Die Kinder lernten auch die benadelten Zweige beider Bäume unterscheiden: Fichte sticht , während die weichen Nadeln der Douglasie zerrieben nach Zitrusfrüchten riechen. Man kann sie also am Geruch erkennen.

Auf der Suche nach Tierspuren im Nadelwald wurden von Mäusen angenagte Fichtenzapfen gefunden. Diese verspeisen nach dem Abnagen der hölzernen Schuppen die kleinen Samen. Als „Mäusebrot“ wurden sie von den Kindern gekostet. Sie schmeckten nicht so spannend, dass ein Kind ganz auf „Mäusebrot“ hätte umsteigen wollen.

An einer Douglastanne fanden die Kinder eine angefangene Spechthöhle. Der Baum hatte sich gegen die Hackarbeit des Spechtes durch die massive Abgabe von Harz gewehrt und ihn schließlich mit dieser klebrigen Substanz vertrieben.

In einem Würfelspiel übten die Kinder, allein durch Fühlen, Fichtenzapfen und Douglasienzapfen und Zweige zu unterscheiden. Für das Zielwerfen mit den Fichtenzapfen reichte diesmal die Zeit nicht mehr.

Nach der Überquerung der Mühlenriede fertigten die Kinder, unterstützt von ihren Eltern, einen große „Waldpostkarte“, auf die die von den Eltern durchgesägten Zapfen sowie Nadelzweige geklebt wurden. Eine kurze „Wald-Kunstausstellung“ (siehe Foto) beendete den „Waldspaziergang I“.
Unter dem Motto „Auf den Spuren von Specht und Eichhörnchen“ folgt im Frühjahr ein weiterer Waldspaziergang „Nadelbäume II“ ins Hasselbachtal.



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