Zum Geburtstag Gutes für die Feuersalamander

Über eine überraschende und erfreuliche Spende durfte sich der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) freuen. Aus Anlass seines Geburtstages sammelte Detlef Siemund 1000 € und spendete sie dem BUND Wolfsburg. Das Geld soll das Projekt "Feuersalamander" in Wolfsburg unterstützen.

Das Vorkommen des Feuersalamanders in Wolfsburg ist etwas besonderes. Der BUND versucht daher , insbesondere die Lebensbedingungen einer Population in Waldhof langfrsitig zu verbessern.

Weiter unten wird das Projekt näher beschrieben. 

BUND-Vorsitzender Gerd Chrost (links) überreicht als Dankeschön Detlef Siemund ein signiertes Poster, auf dem einige der in Waldhof lebenden Feuersalamander abgebildet sind.

Gemeinsame Aktion von Angel- und Gewässerschutzverein Wolfsburg, BUND Wolfsburg, Umweltamt und Niedersäsische Landesforst.

Mit viel Gerät und Manpower kam der AGV
Neben kleineren Schleihen konnten 4 bis zu 50 cm lange Goldorfen per Elektrobefischung aus dem Teich geholt werden

 

Das immer wieder überfahrene Feuersalamander auf der Anliegerstraße zwischen Barnstorf und Waldhof zu beklagen sind, verdeutlich leider noch immer jedes Jahr einen Gefährdungsgrund für die hier lebende Population an. Es gibt aber weitere Probleme, die sich negativ auswirken und das schon sehr lange.

 

Der namenlose Bach mitten im Wald wurde- wie es noch in den 1960 und 1970 Jahren üblich war- durch einen künstlich angelegten Teich angestaut. Allein das bedeutet einen schweren Eingriff in den Lebensraum sommerkalter sauerstoffreicher Quellbach. Der Teich wirkt sich aber auch extrem negativ auf die an die speziellen Lebensbedingungen eines Fließgewässers angepasste Fauna aus. Stellvertretend dafür steht der Feuersalamander. Die Larven werden lebend in kalte und beschattete Quellbäche abgesetzt. So ist auch der Bach bei Waldhof im Frühjahr Kinderstube zahlreicher Feuersalamanderlarven. Hier entwickeln sie sich dann in etwa 3 Monaten zu kleinen Jungsalamandern. Das gelingt jedoch nur, wenn keine Störungen vorliegen. Eine solche stellte sich aber ein durch das Aussetzen von Fischen in den Teich. Es handelt sich u.a. um mittlerweise ausgewachsene bis zu 50 cm lange Goldorfen, eine Zuchtform des Alands, ein beliebter Aquarien- und Gartenteichfisch. Da Goldorfen Allesfresser sind, vertilgen sie natürlich auch die Larven der gesetzlich geschützten Feuersalamander. Die ohnehin unnatürliche Situation durch den künstlichen Teich wird also verschärft durch die eingesetzten Fische und zur Todesfalle für alle hier lebenden Amphibien.


Der BUND wandte sich daher an den Angel-und Gewässerschutzverein Vorsfelde e.V. (AGV).

Am 14. März 2017 fand dann die Abfischaktion statt. Ziel war, den unnatürlichen Fischbesatz umzusiedeln. Stefan Ludwig vom AGV besorgte die notwendige Genehmigung, der BUND informierte das Umweltamt. Von der Landesforst als Eigentümer war Herr Thorsten Späth mit vor Ort.

 

Mit dieser gelungenen Aktion erhält der kleine Quellbach und die auf ihn angewiesenen Tiere ein Stück Natürlichkeit zurück. Die Erhaltung und Entwicklung naturnaher Biotope mit einer natürlichen ungestörten Artenvielfalt ist nicht zuletzt auch ein wichtiges Ziel der Ausweisung des Barnstorfer Waldes als Naturschutzgebiet.

Initiative "Feuersalamander Waldhof"

Auf der Straße zwischen Barnstorf und Waldhof werden Feurersalamander überfahren. Ein einzigartiger Bestand ist gefährdet.

Ziel der Initiative: Es soll eine feste Leiteinrichtung beidseitig der Straße mit zwei Tunneln eingerichtet werden. Sie soll den Salamander ermöglichen, die Straße sicher zu queren. Der größte Teil der Kosten soll über Stiftungen angeworben werden. Dazu sind jedoch auch Eigenmittel erforderlich. Sie können uns dabei helfen.

Ab einer Spende von 10 € erhalten Sie das Plakat im DIN A 0 - Format

Die auf diesem Konto eingehenden Mittel werden ausschließlich für den Schutz der Waldhofer Feuersalamander verwendet:

Postbank
IBAN: DE 53 1001 0010 0955 2711 18
BIC: PBNKDEFF

Die Initiative "Feuersalamander Waldhof" besteht aus ehrenamtlich Aktiven vor Ort und wird unterstützt von der BUND-Kreisgruppe Wolfsburg

Detaillierte Informationen zum Projekt: lesen Sie hier weiter

 

 



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