Unsere Heckengruppe

Jede Hecke ist eine Bereicherung der Agrarlandschaft und ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere.

Ansprechpartner ist:

Peter Bronold
Tel. 05361-73321
peter.bronold@wolfsburg.de

Grundschule im grünen Klassenzimmer

Am Montag, 21.05.2012 besuchten eine zweite und dritte Grundschulklasse unser grünes Klassenzimmer im Kerksiek [mehr...]

 

 

 

 

Naturerlebnis Hecke

Am Sonntag, 20.05.2012 fand unser Naturerlebnistag im Mai statt. Frau Hopf und Frau Meinecke aus der Heckengruppe führten durch das grüne Klassenzimmer und die umliegenden Erlebnisstationen und erläuterten die Besonderheiten der einzelnen Pflanzen und deren Bedeutung für die Tierwelt.

Frau Stein, Frau Koch und Herr Dr. Stein betreuten die Kinder und faszinierten diese mit frisch geschlüpften Schmetterlingen.

Dank Herrn Kayser haben wir wieder tolle Bilder. Hier geht es zum Bericht und zur Fotostrecke [mehr...]

 

Heckengruppe aktiv im Mai

Die teilnehmenden Heckengruppenmitglieder kamen bei ihrem freiwilligen Arbeitseinsatz am Donnerstag, 10. Mai, gehörig ins Schwitzen, zumal sommerliche Temperaturen herrschten

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Grünes Klassenzimmer auch für Erwachsene

Bei einer Führung Anfang August konnten sich die interessierten Besucher an den verschiedenen Stationen im Grünen Klassenzimmer z. B. über die artenreiche Vielfalt der kleinen Lebewesen in einer Hecke informieren [mehr...]





Frust bei ehrenamtlichen BUND-Helfern

Ein städtischer Mitarbeiter hat versehentlich eine Hecke im Kerksiek Ehmen abgemäht. Diese wurde erst im Herbst 2009 durch ehrenamtliche Helfer des BUND gepflanzt.

Die Stadt Wolfsburg hat nun vernünftige Nachpflanzungen und deren Pflege zugesichert. Ferner sollen die neuen Hecken besser markiert werden, um zukünftig solche Fehler zu verhindern.

Zeitungsartikel WAZ, 16.07.2011


Eröffnung des Klassenzimmers

Erste Klassen im „Grünen Klassenzimmer Kerksiek“


Am 7.6.11 besuchte die erste Schulklasse nach der Einweihung das „Grüne Klassenzimmer Kerksiek“. Eine 1./2. Klasse der Neuen Schule mit der Lehrerin Kristina Winter war mit dem Bus angereist [mehr...]



Materialien für Lehrer finden Sie hier...




Einweihung "Grünes Klassenzimmer Hecke" am 15. Mai 2011

 

Am Rande des Kerksieks (zwischen Fallersleben und Ehmen / Mörse) wurde das „Grünes Klassenzimmer Hecke“ mit seinen 10 Naturerlebnis­stationen vorgestellt [mehr...]

 

 

 

Schmetterlingswiese und Hecke: Lebensraum für Rebhuhn, Zitronenfalter und Co.

Faulbaum
Zitronenfalter, Bernd Kayser

Hecken sind grüne Adern, die die Landschaft durchziehen. Sie verbinden Feldgehölze und Wälder. Sie sorgen für die Vernetzung von sonst isolierten Lebensräumen.

An und in ihnen entlang wandern Rebhühner, Hermeline, Spitzmäuse, Igel, Haselmäuse, Amphibien und Schnecken. Viele Tiere finden dort Nahrung: Insekten saugen den Nektar der Blüten und fressen von den Blättern. Vögel und Säugetiere ernähren sich von den Früchten. Vögel bauen dort ihre Nester und die Insektenfresser unter ihnen sorgen dafür, dass die Insekten nicht überhand nehmen. Die Hecke bietet Singvögeln, Rebhühnern, Mäusen, Spitzmäusen, Hermelin und Haselmaus Schutz vor Greifvögeln. Schmetterlinge fliegen im Windschutz der Hecken und können nur so manche Strecken überwinden.
Und doch kann die Hecke für Tiere zur Falle werden, wenn die Hecke keinen blumenreichen Saum aufweist.

Die Rebhühner führen ihre jungen Kücken nahe an der Hecke entlang, so dass sie beim Auftauchen eines Greifvogels schnell unter der Hecke Schutz suchen können. Die Längserstreckung der Hecke bestimmt den Weg der Rebhühner. Während die erwachsenen Rebhühner die Samen von Gräsern und die Körner eines benachbarten Getreidefeldes sowie Regenwürmer und Schnecken fressen, haben die Kücken der Rebhühner ein Nahrungsproblem. Sie vertragen noch keine Körnernahrung; Schnecken und Regenwürmer sind häufig zu groß. Sie benötigen aber dringend eiweißreiche, tierische Nahrung: Das sind überwiegend Insekten. Anders als die Insektenfresser unter den Singvögeln, die ihre Nahrung auf den Heckensträuchern finden, müssen sie am Boden ihre Nahrung suchen. Sie finden sie vor allem auf niedrigen Blumen! Ohne einen blumen- und insektenreichen Heckensaum haben die Kücken des Rebhuhns schlechte Aufwuchs-Chancen. Das gilt auch für die junge Hasen, die unterschiedliche Kräuter als Nahrung benötigen.

Einen blumenreichen Heckensaum, einen „Rain“ könnte man auch als eine schmale, lang gestreckte Schmetterlingswiese bezeichnen. Schmetterlinge benötigen rote, blaue, violette, und gelbe Blumen, aus denen sie mit ihren langen Saugrüsseln den süßen Blütensaft, den Nektar saugen. Also ohne farbige Blüten keine Tagschmetterlinge wie Tagpfauenauge, Admiral, kleiner Fuchs, Trauermantel oder Distelfalter, um nur einige zu nennen. Sie brauchen also eine blumenreiche Wiese, eine Schmetterlingswiese.

Aber was ist mit den „Schmetterlingskindern“? Schmetterlingskinder sind Raupen, die sich häufig nur von den Blättern einer bestimmten Pflanze ernähren und keine anderen Pflanzen vertragen können. Bei manchen Schmetterlingsarten sind das bestimmte Heckensträucher: Die Raupen des Ligusterschwärmers benötigen als Nahrung die Blätter des Ligusterbusches. Die Zitronenfalterraupe frisst nur die Blätter von Faulbaum oder Kreuzdorn.

Wiese

Findet das Zitronenfalterweibchen zur Eiablage keinen Faulbaum oder Kreuzdorn, also eine artenreiche Hecke, dann hat es keine Chance auf Nachkommen. Finden die auf dem Faulbaum der Hecke frisch geschlüpften Zitronenfalter nicht bald eine „Schmetterlingswiese“, verhungern sie.

Fazit: Jede Hecke ist eine Bereicherung der Agrarlandschaft und ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Aber eine Hecke mit einem blumenreichen Saum, einer lang gestreckten Schmetterlingswiese, ist notwendig für manche Tiere und zugleich schön zum Ansehen für die Menschen.

In der von uns „geretteten“ Hecke auf dem Kerksiek wachsen an vier Stellen Kreuzdornbüsche und an einer Stelle Faulbaumsträucher.Auf unserer im November bepflanzten Fläche am Ehmer Altdorf haben wir u.a. 40 Faulbaum-Sträucher und 40 Ligusterbüsche gepflanzt. An beiden Stellen fehlt aber ein blumenreicher Saum; eine Schmetterlingswiese ist weit und breit nicht zu finden. Hier sollten wir noch durch Anlage von blumenreichen Heckensäumen aktiv werden.

 

Vorher... nachher

Weitere Fotos und Presseartikel

finden Sie noch auf unserer alten Homepage in der Rubrik "Aktiv werden"



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