Naturerlebnis am 20.05.2012 "Die Hecke im Mai"

Neben einem Kinderprogramm widmete sich die Veranstaltung auch dem Thema Blüten und Düfte. Sie begann am Sonntag um 14:30 im "Grünen Klassenzimmer Kerksiek".

 

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Honigbiene, Bernd Kayser
Weissdorn

 

Salweide und Schwarzdorn (= Schlehdorn)  sind schon verblüht. Dort haben Bienen und Hummeln nach dem langen Winter ihre erste  Frühjahrsnahrung gesammelt. 

 

 

 

Jetzt ist es die Zeit  der  Weißdorn-, Ebereschen- und Hartriegelblüten. Da gibt es Blüten, die  „duften“ und solche, die nach menschlichem Geruchsvermögen eher „stinken“. Hier riecht es nach Rosen, dort eher nach Fisch  oder  Bittermandel-Aroma.

Distelfalter, Alex Koschel
Bernd Kayser

Die  verschiedenen Insekten, wie Bienen, Hummeln, Schwebfliegen, Schmetterlinge  oder Käfer „bedienen“ sich ganz unterschiedlich.  Es  gibt die eifrigen Pollensammler mit großen „Körben“ wie Bienen und Hummeln. Andere Insekten haben keine Sammelgefäße, können daher nicht sammeln, sondern fressen gleich alles auf. Und schließlich gibt es die „Säufer“: Sie haben gar keine Fresswerkzeuge, können also keine feste Nahrung  wie Pollen aufnehmen. Also können sie nur trinken: Das sind unsere Schmetterlinge.

So unterschiedlich wie die Nahrungsaufnahme der Insekten, so unterschiedlich ist auch das „Angebot“ der Blüten. Der nach Fisch riechende Nektar des Hartriegels ist nicht nach jedermanns Geschmack, aber beim Baumweißling oder Pflaumen-Zipfelfalter beliebt. Die nach menschlichem Ermessen gut duftenden Rosenblüten lassen dagegen alle Schmetterlinge kalt: Dort würden Schmetterlinge verdursten. Es ist das  Eldorado  der Pollensammler und Pollenfresser.

Einige Blüten von Heckensträuchern wurden früher auch von Menschen gesammelt, getrocknet und als Tee getrunken: Sie gehörten in die Haushaltsapotheke. Einige wurden bei Durchfall oder Kreislaufbeschwerden genommen und stellen z.T. noch heute die Grundsubstanz für moderne Arzneimittel dar.

Bei dieser Heckenführung  fahnden wir nach Gerüchen, Blüten, Blütenbesuchern, der Hecke als Apotheke  und lernen einige Heckenpflanzen kennen.

Dazu gab es ein besonderes Kinderprogramm „Schmetterlinge fliegen lassen“: Frisch geschlüpfte Schmetterlinge lockten wir mit Zuckersaft auf (Kinder-)Hände, so dass diese dort genau betrachtet und fotografiert werden konnten. Unser Naturfotograf Bernd Kayser hat auf Wunsch wieder Fotos wie im letzten Jahr erstellt.

 

Fotostrecke Bernd Kayser

20.05.2012



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