Hecke im Herbst: Bunt und gesund!

Monika und Heidrun bei der Exkursion
Monika und Heidrun bei der Exkursion
Wir hören spannende Geschichten
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Bei strahlendem Sonnenschein fand am Sonntag die letzte Führung diesen Jahres im „Grünen Klassenzimmer Kerskiek“ statt.

Die Herbstfärbung der Sträucher und Bäume beeindruckte die Teilnehmer. Monika Hopf und Heidrun Meinecke führten die Besucher zu den strahlend roten Blättern und Früchten des Pfaffenhütchens, den schwarz-glänzenden Beeren des Ligusters, den roten und schwarzen Beeren des Faulbaumes und natürlich u.a. zu den rot glänzenden Früchten der Heckenrose, den Hagebutten.
Die mehlig schmeckenden roten Früchte des Weißdorns konnten die Teilnehmer probieren. Die Früchte von Pfaffenhütchen, Hartriegel und Faulbaum sollten Menschen meiden, während viele Vögel sie verspeisen. Heidrun Meinecke und Monika Hopf verstanden es, immer wo es angebracht war, auch Informationen über die Heilkraft der Natur einzustreuen: Über die kreislaufstützende Wirkung des Weißdorns, die kopfschmerzbefreiende Bedeutung der getrockneten Rinde der Salweide oder die Vitamin-C-Bombe der Hagebutte. Ein anregender Heckenspaziergang, bunt und gesund.

Die Hecke im Herbst; nahrhafte Sträucher für Mensch und Tier mit Kinderprogramm Vögel und Federn

Schöner konnte der Herbstsonntag nicht sein, und leuchtendere Farben hat kein Maler auf seiner Palette: Das dachten sich auch 10 Erwachsene und 12 Kinder, die sich am Sonntag im Grünen Klassenzimmer Kerksiek einfanden.

Auf dem Spaziergang zu den Naturschönheiten in der Hecke erfuhren die erwachsenen Teilnehmer allerhand über die Verwendung der Früchte. Denn sowohl Mensch als auch Tier profitieren von der Vielfalt. So können aus den Fruchtständen Erberesche, Hagebutte, Brombeere und Co. leckere Gelees, Chutneys und sogar Liköre hergestellt werden. So manche Heckenfrucht, die für den menschlichen Genuß  unangenehm und sogar giftig sein kann, spielt allerdings als Vogelnahrung eine wichtige Rolle. So sind z. B. die Früchte des durch und durch giftigen Pfaffenhütchens eine leckere Brotzeit für das Rotkehlchen, daher auch der Beiname „Rotkehlchenbrot“.

Nach dem Rundgang lud ein mit Vogelpräparaten und Wildfrüchten dekorierter Tisch die Teilnehmer zu einer kleinen Vogelkunde ein: hier konnte man sich an Ort uns Stelle davon überzeugen, wie unterschiedlich die Schnäbel der Insektenfresser und der Körnerfresser ausschauen.

Als Abschluss wurde als kleiner Imbiss eine Kostprobe von selbst hergestellten Marmeladen aus Heckenfrüchten angeboten, der reißend Abnehmer fand. Zu erwähnen wäre noch, dass ein Vater mit seinem kleinen Sohn per Fahrrad aus Nordsteimke den Weg zum grünen Klassenzimmer im Kerksiek gefunden hat, eine tolle Leistung – und der Nachmittag hat ihnen offensichtlich Spaß gemacht.

„Vögel, Federn, Vogel-Futter“

Bei herrlichem Sonnenschein im “Goldenen Oktober“ kamen 12 Kinder  im Vorschul- und  Grundschulalter zu unserem Programm über  Vögel.

Zuerst kroch Frau Schamlott mit den Kids in die Hecke, um nach Vogelnestern  zu sehen. Die meisten Kinder fanden drei alte Nester, die tief verborgen im sicheren Schutz des  Dornstrauches  gebaut worden waren: Als Schutz vor Nesträubern! Nun wurden große Vögel betrachtet, die als Nesträuber in Frage kommen. Von den drei vorgestellten Vögeln- Elster, Rabenkrähe und Fasan-  kamen die Kinder schnell auf die ersten  beiden als mögliche Nesträuber. Nach der Beschreibung wesentlicher Merkmale (Elster mit teilweise weißen Federn und blau-grün schillernden Farben am Schwanz; Rabenkrähe nur mit schwarzen Federn; Fasan mit ungewöhnlich langen braun gestreiften Schwanzfedern)  waren die Kinder bald in der Lage, unseren großen Kasten mit einer Federmischung zu sortieren und   auf drei Kästen  zu verteilen. Mit Eifer wurden die Federn den drei Vögeln zugeordnet.

Nachdem die Kinder  drei Großvögel  der Heckenumgebung  kennengelernt hatten, wurde nun eine weitere Großvogelart, der Greifvogel Turmfalke, bezüglich seines Sehvermögens untersucht. 140 m entfernt war ein Schild mit einer  lebensgroßen Mausabbildung aufgestellt. Aus welcher Entfernung würde das menschliche Auge die Maus als solche erkennen? Frau Schamlott näherte  sich zusammen mit den Kindern dem Schild entlang einer  10-m-Einteilung. Erst aus einer Entfernung von 20 m konnten diese die Maus erkennen, was dem Falkenauge schon von 140 m Entfernung möglich war.

Jetzt sammelten sich die Kinder auf den Bänken um einen Tisch, auf dem zwei Naturpräparate aufgestellt worden waren: Stieglitz und Mönchsgrasmücke. Frau Schamlot las dazu eine Geschichte vor, in der der  Unterschied zwischen Körnerfressern und Insektenfressern unter den Vögeln herausgearbeitet wurde.

Unser  Ertrag:

Heckenvögel – Körnerfresser als Standvögel und Insektenfresser als Zugvögel- bauen als Schutz vor Nesträubern wie Elster und Rabenkrähe  ihre Nester im Schutz von Dornbüschen der Hecke, wo sie trotz der scharfen Augen von Greifvögeln sicher sind.

21.10.2012



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