Amphibienschutz in Wolfsburg - Rückblick und Ausblick

Seit 1981 gibt es in Wolfsburg Amphibienschutz durch die Naturschutzverbände, seit 1984 auch durch den BUND.

1984 startet der BUND  das bisher umfangreichste Amphibienschutzprojekt in Wolfsburg an der K 114 (Tangente) nach Gifhorn, bei dem zunächst mobile Schutzzäune aufgestellt wurden, die die Stadt Wolfsburg später durch dauerhaft installierte Leitplanken ersetzt hat. Im erfolgreichsten Jahr haben viele helfende Hände fast 9000 Amphibien, vor allem Moorfrösche und Erdkröten, über die Straße getragen.

Inzwischen haben dort die Laichwanderungen sehr stark abgenommen, weil die Amphibien sich auf die Ersatzlaichgewässer eingestellt haben.

1988 errichtete der BUND einen weiteren mobilen Schutzzaun am Ütschenkley in Fallersleben, der jetzt von der Umweltgruppe Skarabeus betreut wird.

1994 folgten die Schutzmaßnahmen in Barnstorf, die zur Stabilisierung der dortigen Erdkröten-Population (siehe Graphik) führten.

1996 baute die Biotopschutzgruppe einen mobilen Schutzzaun im südlichen Teil des Weyhäuser Weges auf, um die dortigen Amphibienbestände zu retten (siehe Graphik).

Im Jahre 2003  ersetzte die Stadt Wolfsburg mit finanzieller Unterstützung des VW Werkes diese Zäune durch dauerhaft installierte Leiteinrichtungen, ergänzt durch Straßentunnel und Ersatzlaichgewässer. Auch dieses Projekt ist eine Erfolgsgeschichte, bei der vor allem die Wiederkehr des Kammolches ins Auge springt, Moorfrosch- und Erdkrötenpopulation haben sich erfreulich stabilisiert.

Fazit und Ausblick:

Trotz all der schönen Erfolge darf man nicht die Augen davor verschließen, dass mobile Zäune nur ein Provisorium darstellen, das nur die erwachsenen Tiere und diese nur zeitweilig schützt. Selbst fest eingebaute Leitvorrichtungen sind noch nicht das Ende aller Sorgen, denn die Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen seitens der entsprechenden Ämter sind noch verbesserungsfähig.



08.11. BUND AG

22.11. Vorstandssitzung

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