Station 19: Frühblüher Salweide

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Anfang März erscheinen als Vorboten des Frühlings die samtig grauen Kätzchen an den Salweiden. Schon bald werden an den männlichen Weidenkätzchen viele gelbe Staubblätter sichtbar, bei den weiblichen Weidenkätzchen erkennt man die grüngefärbten Stempel.

Zweihäusige Salweide

Bei der Salweide kommen auf einer Pflanze entweder nur männliche Kätzchen vor oder nur weibliche. Man nennt diese Verteilung „zweihäusig“, weil männliche und weibliche Blüten sozusagen in zwei verschiedenen „Häusern“ wohnen.

Nachdem die Insekten durch die ersten Sonnenstrahlen aus der Winterstarre erwachen, können sie sich an den Blüten der Salweide stärken. Die männlichen Weidenkätzchen halten ein reiches Angebot an Pollen bereit, und sowohl bei den weiblichen als auch bei den männlichen Kätzchen findet sich süßer, nahrhafter Nektar. Hummeln, Honig- und Wildbienen finden in den Weidenkätzchen die erste Nahrung des neuen Jahres.

Die Salweide hat für die Bienen eine große Bedeutung als Frühjahrstracht. Daher werden Salweiden gerne von Imkern angepflanzt.

Blütenbestäubung - Vorteile für beide Seiten

Die von Blüte zu Blüte fliegenden Insekten sorgen dafür, dass der Pollen von den männlichen zu den weiblichen Kätzchen transportiert wird und helfen dadurch bei der Befruchtung. Den Nektar stellen die Blüten extra für ihre fleißigen Bestäuber bereit, dass vom Pollen gefressen wird, kann verschmerzt werden.

Auch für Schmetterlinge ist die Salweide im Frühjahr sehr wichtig  – sie ist ein richtiger „Schmetterlingsmagnet“. Schmetterlinge, die als Falter überwintern, finden in den nach Honig duftenden Kätzchen ihren ersten Nektar, um nach dem Winter wieder zu Kräften zu kommen. Dazu gehören der Kleine Fuchs, Zitronenfalter, Tagpfauenauge, C-Falter und Trauermantel.

Link zur Infografik (PDF)



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