Was Vögel futtern - BUND pflanzt "Vogelfutter"

Seidenschwanz
Axel Koschel

Das Foto hat der Wolfsburger Naturfotograf Alex Koschel aufgenommen. Es zeigt Seidenschwänze, die in harten Wintern aus dem Norden zu uns kommen. Sie machen sich über die roten Beeren des Schneeballs, eines einheimischen Heckenstrauches her. Diese bleiben bis spät in den Winter an den Sträuchern. Wie man sieht, bietet die Natur unseren einheimischen Vögeln genügend Nahrung, um gut über den Winter zu kommen. Viele Vogelarten nehmen bereits ab dem Herbst Beeren als Ersatznahrung auf, da diese die Bildung der energiereichen Fettreserven und die Beibehaltung des Gewichts begünstigen. Beeren stellen also nicht nur eine Notnahrung für im Winter hungernde Vögel dar.

 

Im eigenen Garten kann man Vögel über den Winter helfen, indem man im Herbst verwelkte Gartenblumen stehen und etwas Laub liegen lässt als Überwinterungsort für Insekten - die Nahrung für Vogelarten, wie z.B. Amseln und Rotkehlchen.

 

Eine zusätzliche Fütterung ist nur bei Dauerfrost und einer geschlossenen Schneedecke sinnvoll. Hierbei ist besonders auf Sauberkeit zu achten, um die Übertragung von Krankheiten zwischen den Vögeln zu vermeiden. Am besten eignen sich dafür Futterspender zum Aufhängen.

 

Langfristig unterstützt man Vögeln besonders durch die Pflanzung früchtetragender, einheimischer Sträucher. Auch deshalb hat sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das Pflanzen von Hecken im Wolfsburger Raum zur Aufgabe gemacht. Heckenpflanzung ist Vogelschutz!

 

Wer mehr über Hecken erfahren möchte, kann den Heckenlehrpfad im Grünen Klassenzimmer im Kerksiek besuchen. Nähere Informationen über den Heckenlehrpfad gibt es hier.

 

Wer noch mehr wissen oder sogar als ehrenamtlicher Helfer beim BUND tätig werden möchte, kann Kontakt über das Naturschutzzentrum aufnehmen.



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