Umweltpolitik


Der BUND Wolfsburg hat seine Forderungen zur Umweltpolitik in der Legislaturperiode 2011 bis 2016 formuliert und stellt sie hier als Download zur Verfügung.

Die Forderungen wurden heute den Wolfsburger Parteien übermittelt.

Bekämpfung der Eichenfraßgesellschaft im Wolfsburger Forst

(Gerhard Giebener, pixelio.de

Die Veranstaltung des Umweltamtes am 28.11.2012 hat die Problematik noch deutlicher werden lassen: Eine für alle befriedigende Entscheidung gibt es nicht.

Nach dem Bericht von Herrn Schäfer (Forstamt) und Herrn Dr. Habermann (Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt) ist der Eichenbestand deutlich geschädigt, so dass aus ihrer Sicht eine Bekämpfung unumgänglich ist, falls die laufende Untersuchung (Ergebnisse liegen gegen Ende des Jahres vor) erneut einen starken Befall ergibt. Offen ist, welches Mittel dann eingesetzt werden soll. Untersuchungen hätten auch gezeigt, dass nach einer solchen Behandlung eine relativ schnelle Wiederbesiedlung der betroffenen Arten erfolgt sei. Hier wandte aber Herr Dr. Pelzer  (Niedersächsisches Landesamt für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) ein, dass dies möglicherweise auf seltene oder empfindliche Arten nicht zutreffen könnte. Offenbar gibt es in diesem Bereich doch keine belastbaren Untersuchungsergebnisse.

Klar ist, dass die Eichen unter Stress stünden, ob durch die Folgen des Klimawandels wie vermehrte sommerliche Trockenphase oder z. B. erhöhten Stickstoffeintrag, könne nicht beantwortet werden. Die Frage, ob unter diesen Umständen kurzfristige Maßnahmen wie die Spritzung auch langfristigen, nachhaltigen Erfolg haben können, wurde nicht beantwortet. Mittelfristig wurden anhand von vergleichenden Feldversuchen Erfolge präsentiert.

Eine Stellungnahme der BUND – Kreisgruppe Wolfsburg:

Die uns vorliegenden Informationen lassen keine einheitliche Meinungsbildung zu. Je nach eigener Gewichtung der Argumente kann man begründet und verantwortlich für oder gegen die geplanten Bekämpfungsmaßnahmen sein.

Daher kann die BUND-KG Wolfsburg den Entscheidungsträgern auch keine Empfehlung geben.

Der BUND dringt darauf, dass eine eventuelle Entscheidung für Sprühmaßnahmen kein Freibrief für die Zukunft ist und dass die Folgen (nicht nur für die Eichen) durch anschließende wissenschaftlich fundierte Forschung untersucht werden müssen.

Die BUND-KG Wolfsburg lehnt die Anwendung des Mittels „Karate Forst flüssig“ ab.



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