Der tierfreundliche Garten im Herbst

Wie jedes Jahr im Herbst fällt im Garten jede Menge Laub an und nach dem Strauch- und Baumschnitt weiß man oft nicht, wohin mit dem Gartenabfall, wenn die Biotonne bereits voll ist. Haben Sie schon mal daran gedacht, einen Teil des Gartenabfalls im Garten zu belassen? In Ihrem Garten findet sich sicherlich hier und da ein Platz, wo Laub und Zweige abgelegt werden können, ohne die Schönheit Ihres Gartens zu beeinträchtigen, zum Beispiel hinter der Hecke, dem Gartenhäuschen oder unter Sträuchern.  

Wenn Sie das Laub und einen Reisighaufen liegen lassen, schaffen Sie einen Lebensraum für viele Tiere, denn die Natur kennt keinen Abfall. Vielmehr bilden die herabgefallenen Blätter, Früchte und abgeschnittenen Zweige eine natürliche Grundlage für viele Nahrungsketten. In der Laubschicht leben Insekten und Würmer verschiedenster Art, die sich von Pflanzenresten ernähren. Diese Tiere dienen wiederum als Nahrung für andere Tiere. Viele Vogelarten und der Igel, zum Beispiel, finden dort genug Futter, um sich den überlebenswichtigen Winterspeck anzufressen. Unter einem Reisighaufen, der mit Laub vermischt ist, kann sich der Igel ein Nest für den Winterschlaf bauen.  

Die Laubschicht hat aber noch weitere Vorteile:

Eine Schicht aus halbreifem Kompost bedeckt mit Laub wirkt wie ein natürlicher Langzeitdünger, zum Beispiel in Ihrem Staudenbeet. Diese Schicht verhindert, dass der Boden und die Stauden bei Frost zu viel Wasser verlieren und schützt die Bodenlebewesen sowie Pflanzen vor der Austrocknung, denn Pflanzen erfrieren bei Frost nicht, sie vertrocknen. Mit dieser Maßnahme können Sie Ihre Gartenpflanzen nicht nur gut überwintern, sondern auch die Grundlage für ein gesundes Pflanzenwachstum im nächsten Jahr schaffen! 

Wenn der Boden zudem weder mit künstlichem Dünger noch mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt wird, kann sich nach und nach eine artenreiche Gemeinschaft aus Bodenlebewesen ansiedeln. Auf solch einem Boden wachsen Ihre Gartenpflanzen besonders üppig und bleiben widerstandsfähig!

 

 

Giftfrei gärtnern - Pestizide entsorgen

Es kann gar nicht oft genug darauf hingewiesen werden, dass die EU unsere heimischen Insekten und insbesondere die Bienen und Wildbienen aktiv schützen will. Der Einsatz einiger Neonikotinoide auf Äckern wird verboten und in Gewächshäusern beschränkt. Was für Insekten wie Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge giftig ist, kann auch für den Menschen gesundheitsschädlich sein.  Höchste Zeit und Grund genug in unseren Dachböden, Kellern, Garagen, Schuppen und Gartenhäusern diesen Mitteln auf die Spur zu kommen und weg damit!

Wohin damit? Da haben wir es in Wolfsburg doch gut und einfach: Die WAS (Wolfsburger Abfallwirtschaft) bietet über PROSA (Problemabfallsammlung) die Entsorgung für giftige Abfälle an. Link

Und nun? Giftfrei gärtnern ist nicht einfach und sehr zeitaufwändig. Wie halte ich zum Beispiel meine Auffahrt sauber? Tipps hierzu gibt es in dem Newsletter vom BUND. mehr  Es wird ein Weilchen dauern, bis wir uns umgestellt und mit der neuen “Handarbeit” angefreundet haben.

Aber Hand aufs Herz: Es ist überlebenswichtig! 

Hier eine Liste mit im Verkauf befindlichen Pestiziden und Neonikotinoiden.

 

 

Foto: Sabine Teichmann

Wettbewerb: Insektenfreundliche Gärten und Balkone in Wolfsburg gesucht!

Haben Sie einen bunt blühenden, nektar- und pollenreichen Garten oder Balkon? Dann sind Sie herzlich eingeladen, sich am Wettbewerb des Agenda21-Forums "Biologische Vielfalt" zu beteiligen! Bei diesem Wettbewerb sind die Wolfsburgerinnen und Wolfsburger dazu aufgerufen, ihre Nahrungs- und Lebensraumangebote für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. vorzustellen.

Schicken Sie uns einfach einige Bilder aus Ihrem Garten oder von Ihrem Balkon und beschreiben Sie Ihre eingereichten Fotos mit wenigen Worten. Von einigen ausgewählten Gärten und Balkonen würden wir uns dann gern zeitnah nach Einsendung Ihrer Beiträge vor Ort noch einmal ein Bild machen.

Nicht nur die Insekten gewinnen bei diesem Wettbewerb, auch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden spannende Preise bereitgehalten. Der Wolfsburger Öffentlichkeit werden diese anschließend vorgestellt.

Ihre Einsendung richten Sie bitte an das
Naturschutz-Zentrum e.V. Wolfsburg
z.Hd. Manfred Wenst
Lönsstraße 5a
38440 Wolfsburg
oder per E-Mail an: nzwob@wolfsburg.de
Telefon: 05361-23529

Einsendeschluss: 15. August 2018 

Tipps und Anregungen für einen insektenfreundlichen Garten oder Balkon enthält das Faltblatt „Haben Schmetterlinge und Honigbienen in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon eine Chance zu überleben?“, das im Rathaus, dem Naturschutz-Zentrum, in Gärtnereien, Bioläden und weiteren Orten in der Stadt ausliegt. Ein Download ist möglich unter: www.wolfsburg.de/insektenhilfe.

Ein Wettbewerb des Wolfsburger Agenda 21-Forums „Biologische Vielfalt“



08.11. BUND AG

22.11. Vorstandssitzung

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